Bei Terrorgefahr – EM-Spiele ohne Zuschauer sind möglich

Publiziert

Bei TerrorgefahrEM-Spiele ohne Zuschauer sind möglich

Die Uefa hat spezielle Pläne, wenn Partien der EM in Frankreich wegen Terroranzeichen in Gefahr sind. Verschiebungen, Verlegungen oder Geisterspiele sind Szenarien.

ZUR GRUPPENAUSLOSUNG DER UEFA EURO 2016 AM SAMSTAG, 12. DEZEMBER 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - View of the Stade de France stadium, in Saint-Denis, outside Paris, Tuesday, Nov. 19, 2013. The Stade de France stadium, with 81 338 seats, was inaugurated the Jan. 28, 1998, and built for the World Cup soccer Championship. (AP Photo/Thibault Camus)

ZUR GRUPPENAUSLOSUNG DER UEFA EURO 2016 AM SAMSTAG, 12. DEZEMBER 2015, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - View of the Stade de France stadium, in Saint-Denis, outside Paris, Tuesday, Nov. 19, 2013. The Stade de France stadium, with 81 338 seats, was inaugurated the Jan. 28, 1998, and built for the World Cup soccer Championship. (AP Photo/Thibault Camus)

Keystone/Thibault Camus

100 Tage vor dem Eröffnungsspiel der EM-Endrunde 2016 in Frankreich wartete die Uefa mit einer brisanten Nachricht auf. Bei konkreten Anzeichen von Terrorgefahr könnte sie auf einen alternativen Spielplan zurückgreifen, sozusagen auf einen Plan B zum Ablauf des Turniers.

Offenbar hat die Uefa verschiedene Varianten in der Schublade. «Es ist möglich, dass Spiele verschoben oder verspätet angepfiffen werden. Oder dass Partien kurzfristig in andere Stadien verlegt werden oder unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden», sagte Uefa-Turnierdirektor Martin Kallen gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

«Auf alles vorbereitet»

«Wenn es eine vollständige und strikte Kontrolle aller Zuschauer braucht, ist es nicht möglich, alle Leute ins Stadion zu bringen», so der Berner Oberländer, der bereits bei den EM-Endrunden 2004 (Portugal), 2008 (Schweiz/Österreich) und 2012 (Polen/Ukraine) Turnierdirektor der Uefa gewesen war.

Die Uefa-Verantwortlichen und die zuständigen Behörden in Frankreich gehen vor der EM alle möglichen Szenarien durch, nachdem es am 13. November 2015 beim Testspiel Frankreich gegen Deutschland im Stade de France und in der Innenstadt von Paris zu Terrorattacken gekommen war. Aktuell stuft Kallen die Gefahr für Terroranschläge jedoch als klein ein. «Im Moment gibt es keine Anzeichen für eine spezielle Bedrohung. Doch wir wollen auf alles vorbereitet sein.»

Die EM wird am 10. Juni im Stade de France in Paris mit der Partie Frankreich gegen Rumänien eröffnet, das Finale findet ebenfalls dort statt.

(L'essentiel)

Deine Meinung