Europa-Chef der WHO – Ende der Pandemie nach Omikron-Welle «plausibel»
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Europa-Chef der WHOEnde der Pandemie nach Omikron-Welle «plausibel»

«Es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zubewegt», sagte der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

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«Es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zubewegt», sagte der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

«Es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zubewegt», sagte der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

via REUTERS
Omikron ist hochansteckend, löst aber bisherigen Studien zufolge in der Regel Erkrankungen mit einem milderen Verlauf aus als frühere Virusvarianten.

Omikron ist hochansteckend, löst aber bisherigen Studien zufolge in der Regel Erkrankungen mit einem milderen Verlauf aus als frühere Virusvarianten.

AFP/Joseph Prezioso
Kluge führte aus, wenn die derzeitige Omikron-Welle in Europa abgeebbt sei, werde es «für einige Wochen und Monaten eine globale Immunität geben, entweder dank der Impfung oder weil die Menschen wegen einer Infektion Immunität haben».

Kluge führte aus, wenn die derzeitige Omikron-Welle in Europa abgeebbt sei, werde es «für einige Wochen und Monaten eine globale Immunität geben, entweder dank der Impfung oder weil die Menschen wegen einer Infektion Immunität haben».

AFP

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält ein Ende der Corona-Pandemie in Europa nach der derzeitigen Omikron-Welle für möglich. «Es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zubewegt», sagte der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich mahnte er wegen möglicher weiterer Mutationen des Coronavirus jedoch zur Vorsicht.

Kluge führte aus, wenn die derzeitige Omikron-Welle in Europa abgeebbt sei, werde es «für einige Wochen und Monate eine globale Immunität geben, entweder dank der Impfung oder weil die Menschen wegen einer Infektion Immunität haben». Hinzu kämen jahreszeitliche Effekte, fügte der WHO-Vertreter mit Blick auf den bevorstehenden Frühling und Sommer hinzu.

«Also stellen wir uns darauf ein, dass es eine Zeit der Ruhe geben wird, bevor Covid-19 zurückkommen könnte, gegen Ende des Jahres, aber die Pandemie kommt nicht unbedingt zurück», fasste Kluge seine Erwartungen zusammen.

Nach Einschätzung der WHO könnten sich bis März 60 Prozent aller Menschen im Großraum Europa mit der Omikron-Variante infiziert haben. Die WHO Europa, die ihren Sitz in Kopenhagen hat, ist zuständig für 53 Länder und Gebiete nicht nur in Europa, sondern auch in Zentralasien.

Omikron ist hochansteckend, löst aber bisherigen Studien zufolge in der Regel Erkrankungen mit einem milderen Verlauf aus als frühere Virusvarianten. Gut zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie wird während der aktuellen Omikron-Welle vermehrt die Hoffnung laut, dass sich Corona von einer Pandemie zu einer endemischen Infektion entwickelt, die also wie etwa die Grippe dauerhaft und gehäuft in einer begrenzten Region oder in Teilen der Bevölkerung auftritt.

Halbjährliche Sitzung des WHO-Exekutivrats in Genf

Kluge sagte dazu der AFP: «Es wird viel über eine Endemie geredet, aber endemisch heißt, (...) dass es möglich ist vorherzusagen, was passieren wird.» Das Coronavirus Sars-CoV-2 habe «uns aber mehr als einmal überrascht, also müssen wir sehr vorsichtig sein». Zur derzeit sinnvollen Strategie gegen Corona sagte Kluge, statt sich auf die Einschränkung der Ansteckungen zu konzentrieren, müsse aktuell der Schutz besonders anfälliger Menschen im Vordergrund stehen.

Der Exekutivrat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommt ab Montag in Genf zu seiner halbjährlichen Sitzung zusammen. Es ist die 150. Sitzung des Gremiums, die Beratungen dauern bis Samstag und stehen im Zeichen der durch die Omikron-Variante wieder angefachten Corona-Pandemie. Zudem soll es um eine weitere Amtszeit von WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus gehen. Der frühere äthiopische Gesundheits- und Außenminister war 2017 als erster Afrikaner in das Amt gewählt worden.

(L'essentiel/afp/lea)

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