Luxemburg – Energieministerium hat steigende Preise im Visier

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LuxemburgEnergieministerium hat steigende Preise im Visier

LUXEMBURG – Das Energieministerium wehrt sich gegen den Vorwurf, «den explodierenden Energiepreisen tatenlos zuzusehen» und verweist auf die erhöhten Beihilfen ab Januar.

Eine Deckelung der Energiepreise zieht das Energieministerium (noch) nicht in Betracht.

Eine Deckelung der Energiepreise zieht das Energieministerium (noch) nicht in Betracht.

DPA

Das Energieministerium in Luxemburg wehrt sich gegen den Vorwurf der Verbraucherschützer im Großherzogtum, der Kostenexplosion für Gas Benzin und Strom «tatenlos zuzusehen». Die Union Luxemburgoise des Consommateurs (ULC) hatte die Politik am Donnerstag zum raschen Handeln aufgefordert. Weil die Kostenexplosion vor allem finanziell schwache Haushalte besonders schwer treffe, forderte die ULC, die Deckelung der Energiepreise in Erwägung zu ziehen – wie etwa in Frankreich.

Auf Nachfrage von L'essentiel zieht das Energieministerium derzeit keine Ausgleichsmechanismen in Betracht. Stattdessen verwies das Ministerium am Donnerstag auf die Erhöhung der staatlichen Beihilfe um 200 Euro zum 1. Januar des kommenden Jahres, die Premierminister Xavier Bettel am Dienstag in seiner Rede zur Lage der Nation angekündigt hatte. «Minister Claude Turmes hat sich in der letzten Regierungssitzung für diese Maßnahme eingesetzt», sagte sein Sprecher.

Zudem werde das Ministerium, so der Sprecher, «die Entwicklung der Preise weiterhin aufmerksam verfolgen. Der Minister wird den Regierungsrat weiterhin informieren». Das Thema sei außerdem bereits mit den Sozialpartnern erörtert worden, ohne dass es bisher zu konkreten Maßnahmen gekommen sei.

(jg/aub/L'essentiel)

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