Die EU schreibt vor – Energiesparen ist ab jetzt verpflichtend
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Die EU schreibt vorEnergiesparen ist ab jetzt verpflichtend

Haushalte und Stromversorger sollen Energie sparen. Bis 2020 will die EU 20 Prozent weniger Energie verbrauchen als noch 2005. Nun wurden die Ziele erstmals festgeschrieben.

Kühlschrank ist nicht gleich Kühlschrank: Von nun an soll in den EU-Staaten mit Zuschüssen der Kauf energieeffizienter Kühlschränke vorangebracht werden.

Kühlschrank ist nicht gleich Kühlschrank: Von nun an soll in den EU-Staaten mit Zuschüssen der Kauf energieeffizienter Kühlschränke vorangebracht werden.

DPA

Bessere Isolierungen, effiziente Gebäuderenovierungen oder Steuererleichterungen für sparsame Kühlschränke: Nach harten Verhandlungen zwischen dem EU-Parlament und den Regierungen gibt es jetzt eine Einigung über verbindliche Energiesparziele.

Das EU-Parlament stimmte am Dienstag mit großer Mehrheit für einen Gesetzesvorschlag, der für Regierungen und Energieversorger gilt und voraussichtlich im kommenden Jahr in Kraft treten soll. Verpflichtend gilt in Zukunft für Energieversorger, pro Jahr 1,5 Prozent der verbrauchten Energie des Vorjahres einzusparen.

Die Zeit wird knapp

Die Regierungen können die Einsparungen auch mit anderen Mitteln fördern oder erreichen - beispielsweise durch zinsgünstige Kredite für die Isolierung von Häusern oder Steuererleichterungen für neue Heizkessel.

Die Zeit wird langsam knapp, denn die EU hat sich das freiwillige Ziel gesteckt, bis 2020 in Europa 20 Prozent weniger Energie (gegenüber 2005) zu verbrauchen. «Wir haben jetzt ein verbindliches Regelwerk, um dieses Ziel zu erreichen», sagte der grüne Berichterstatter des Parlaments, Claude Turmes aus Luxemburg.

Weniger Geld für Energie-Importe

Nirgendwo sei die Energieeffizienz so verbindlich vorangebracht worden wie bei uns, sagte EU-Energiekommissar Günther Oettinger in der Debatte. Die EU-Kommission wird regelmäßig überprüfen, wie die Staaten die Vorgaben umsetzen.

Das neue Gesetz enthält ein ganzes Paket an Maßnahmen. Stromversorger können beispielsweise Zuschüsse für einen energieeffizienten Kühlschrank gewähren. Welche Haushaltsgeräte besonders energieeffizient sind, zeigt die luxemburgische Internetseite Oekotopten.lu.

Im vergangenen Jahr haben die EU-Länder 488 Milliarden Euro für Energieimporte ausgegeben haben. Diese Ausgaben sollen mit den Maßnahmen sinken.

(L'essentiel Online/dpa)

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