Verbot an US-Uni – «Energy-Drinks fördern riskantes Sexverhalten»

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Verbot an US-Uni«Energy-Drinks fördern riskantes Sexverhalten»

Eine US-Hochschule verbietet den Verkauf von Energydrinks — weil diese «riskantes sexuelles Verhalten» fördern. Auch die schulischen Leistungen sollen schlechter werden.

Das Middlebury College in Vermont verkauft ab dem 7. März keine Energydrinks mehr.

Das Middlebury College in Vermont verkauft ab dem 7. März keine Energydrinks mehr.

Jack Dempsey

Eine Universität im US-Staat Vermont sagt Energydrinks den Kampf an: Ab kommender Woche werden auf dem Campus des Middlebury College keine aufputschenden Getränke mehr verkauft. Der Grund: Der Genuss von Energydrinks befördere «riskantes sexuelles Verhalten», heißt es seitens der Hochschule.

Die Initiative, Energydrinks zu verbannen, stammt allerdings nicht von der Schulleitung, sondern von einem Studenten — und zielte zunächst in eine ganz andere Richtung: Myles Kamisher-Koch stellte einen Antrag, um koffeinhaltige Muntermacher aus dem Getränkeangebot des College-Restaurants zu nehmen. «Das Ziel des Speiseplans sollte sein, Studenten zu nähren und zu pflegen», erklärt Kamisher-Koch dem Nachrichtensender CNN. Energydrinks hingegen, würden zu «schlechten schulischen Leistungen und höherem Stressniveau führen».

Flyer in der Kantine

Die Uni zeigte sich mit der Initiative von Kamisher-Koch einverstanden, stellte allerdings eine fragwürdige Verbindung zwischen dem Konsum von koffeinhaltigen Muntermachern und einer Tendenz zu riskantem Sexverhalten und Alkoholmissbrauch her. Wer regelmäßig Energydrinks mit Alkohol mische, neige öfter zu ungeschütztem Sex, hieß es in einem Flyer, der in der Kantine aufgehängt wurde.

Dabei beruht die Begründung auf einer Studie, die die Suchtexpertin Kathleen Miller im Jahr 2008 durchführte: «Jugendliche, die dauernd Energydrinks konsumieren, zeigen eine Tendenz, Risiken einzugehen», erklärte die Forscherin damals gegenüber New York Times.

Energydrinks weg, Kaffee bleibt

Die Studenten verstehen die Aufregung um das süße Getränk nicht: «Es gibt doch bei weitem wichtigere Dinge, um die man sich kümmern müsste», sagt Arnav Adhikari, Student im vierten Jahr, der in der Cafeteria arbeitet, zur Huffington Post.

Die Schulleitung stellt klar: «Wir verbieten Energydrinks nicht, wir werden sie nur nicht mehr selber verkaufen. Es gibt genug Läden in der Stadt, die das tun», sagt Hochschulsprecher Stephen Diehl. Betroffen seien allerdings nur Energydrinks: Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke werde es weiterhin geben.

(L'essentiel/kle)

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