Zugunglück in den USA – Entgleister Zug war viel zu schnell unterwegs

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Zugunglück in den USAEntgleister Zug war viel zu schnell unterwegs

Im US-Bundesstaat Washington ist ein Zug auf einer neuen Bahnstrecke verunfallt und auf eine Autobahn gestürzt. Drei Menschen wurden getötet, mehr als 70 verletzt.

Der im US-Bundesstaat Washington entgleiste Zug ist nach Behördenangaben deutlich zu schnell unterwegs gewesen. Statt umgerechnet 48 Kilometer pro Stunde sei der Zug 128 Stundenkilometer schnell gefahren, teilte die US-Verkehrsbehörde am Dienstag mit. Bei dem Unglück waren mehrere Waggons von einer Brücke auf eine vielbefahrene Straße gestürzt; mindestens drei Menschen starben und mehr als 70 wurden verletzt.

Der Zug war am Montag auf dem Weg von Seattle nach Portland im Nordwesten der USA auf einem neuen Streckenabschnitt entgleist. Einige Waggons stürzten von einer Brücke auf eine Schnellstraße und kollidierten mit fünf Autos und zwei Lastwagen. Der Zugbetreiber Amtrak bestätigte auf Twitter einen Zwischenfall mit dem Zug 501.

Fotos in sozialen Netzwerken zeigten einen Waggon des Zuges, der auf den Highway gestürzt war. Ein Waggon stürzte offenbar direkt auf einen Lastwagen. «Als wir zum Ort des Geschehens kamen, war offensichtlich, dass es einige Tote und viele Verletzte gegeben hat», sagte ein Sprecher des Sheriffs aus dem Bezirk Pierce.

Nach Angaben des Zugbetreibers Amtrak befanden sich etwa 78 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord. Der Unfall ereignete sich nahe der Stadt Tacoma, rund 60 Kilometer von Seattle entfernt.

Nur noch die Lok ist auf den Schienen

Ein Augenzeuge berichtet gegenüber einem TV-Sender: «Ich konnte nicht glauben, was ich da sah. Es war wie im Film.»

Laut Reuters.com waren rund 70 Personen an Bord des Zuges. Ein Passagier des Unglückzugs schilderte den Unfall: «Wir waren gerade an DuPont vorbeigefahren und es wirkte als ob wir eine Kurve nehmen würden. Plötzlich hörten wir ein Bersten und ein Zerbrechen, und es fühlte sich an, als ob wir bergab fahren würden. Das nächste woran ich mich erinnere, ist, dass wir alle nach vorne geschleudert wurden, Fensterscheiben barsten, wir hielten plötzlich an, Wasser strömte aus dem Zug und Menschen haben geschrien.»

Der Zugpassagier sagte, er sei sich «nicht sicher, was passiert ist». «Der einzige Waggon, der auf den Schienen ist, ist die hintere Lokomotive», sagte er. «Es gibt mehrere Waggons, die über die Überführung hängen.»

«Notfall, Notfall, Notfall, wir sind am Boden»

Während der Zugbetreiber nach den Ursachen für den Unfall sucht, wurde der Mitschnitt des Notrufs veröffentlicht. «Amtrak 501, Notfall, Notfall, Notfall», ist zu hören. «Wir sind auf dem Boden! Wir sind auf der Brücke, auf dem Freeway.»

Nach Angaben des Verkehrsministeriums des Staates Washington befuhr der Zug zum ersten Mal einen neuen Streckenabschnitt, als es zu dem Unglück kam. Es gebe am Ort des Geschehens keine Weiche oder Bahnübergänge, sagte eine Sprecherin des Ministeriums der «Seattle Times». Die Ursache des Unglücks sei völlig unklar.

Präsident Donald Trump warb für höhere Infrastrukturausgaben. Das Zugunglück zeige «mehr denn je, warum unser Infrastrukturplan, der bald vorgelegt wird, schnell genehmigt werden muss», twitterte er.

(L'essentiel/fur / bla)

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