Obersauer-Stausee – «Er konnte nicht schwimmen»

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Obersauer-Stausee«Er konnte nicht schwimmen»

LUXEMBURG – Der 22-Jährige, der am Dienstag im Obersauer Stausee ertrunken ist, arbeitete seit drei Jahren im Großherzogtum, um seiner Familie im Senegal zu helfen.

Was sich genau am Dienstagabend am Obersauer Stausee zugetragen hat, wird noch ermittelt.

Was sich genau am Dienstagabend am Obersauer Stausee zugetragen hat, wird noch ermittelt.

Die Umstände der Tragödie sind noch immer unklar, aber mittlerweile ist etwas mehr über den jungen Mann bekannt, der am Dienstagabend in der Nähe des Staudamms von Esch-Sauer ums Leben kam. Der 22-jährige Aliou Faye ertrank in der Abenddämmerung, als er mit Freunden im Obersauer Stausee schwamm. «Er konnte nicht schwimmen, und es war das allererste Mal, dass er mit drei anderen Bekannten dorthin ging», so sein Mitbewohner, mit dem er sich eine Wohnung beim Bahnhof teilte.

Ein ehemaliger Kollege, mit welchem er im Restaurant Vapiano in Luxemburg-Stadt gearbeitet hatte, erzählt: «Er war mindestens drei Jahre lang im Großherzogtum, nachdem er durch Spanien gereist war». «Er liebte es kompromisslos zu feiern. Wir trafen uns oft, um zusammen Shisha zu rauchen, wie alle jungen Leute in unserem Alter. Er war ein guter Kerl, extrem nett, immer lächelnd», sagt sein Mitbewohner.

Da Aliou keine Familie in Luxemburg hatte, arbeitete er hart, um seinen Verwandten im Senegal mit Überweisungen zu helfen. «Er war sehr fleißig und tat sein Bestes, um seinen Eltern und seiner Frau im Senegal zu helfen. Seine Familie wartet nun zu Hause auf seinen Leichnam.» Ende der Woche sollte die Autopsie, die Aufschluss über die Umstände der Tragödie liefern sollte, abgeschlossen sein. Details zu den Ermittlungen liegen aktuell noch nicht vor.

(fl/ol/L'essentiel)

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