S-Bahn-Heldin – «Er lag mit seinem Kopf auf dem Gleis»

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S-Bahn-Heldin«Er lag mit seinem Kopf auf dem Gleis»

Ein betrunkener 23-Jähriger aus der Schweiz wäre nach dem Oktoberfest beinahe verunglückt. Dank des Eingreifens einer jungen Frau konnte das Schlimmste verhindert werden.

Tanja war auf dem Weg zur Arbeit, als sie am frühen Samstagmorgen am Bahnhof Isartor einen auf einem Gleis liegenden Mann vor einem Unglück bewahrte. Gemeinsam mit einer zweiten Frau (46) konnte sie mit fuchtelnden Armen den Lokführer einer herannahenden S-Bahn auf sich aufmerksam machen. Der Lokführer erkannte die Situation und zog die Bremse. Der Zug kam gut 30 Meter vor dem Mann zum Stehen.

Bei der Lebensretterin handelt es sich um die 33-jährige Tanja aus München, wie «Blick» berichtet. Für die Verkäuferin war die Aktion eine Selbstverständlichkeit. Sie sieht sich selbst nicht als Heldin.

Andere Reisende entfernten sich

Tanja schildert gegenüber der Zeitung, wie sie den jungen Mann in Lederhosen beobachtete, der offensichtlich ziemlich betrunken auf die Schienen zutorkelte. Als er dann auch noch auf das Gleisbett fiel, reagierte die junge Frau schnell und richtig.

«Er war nicht ansprechbar, lag mit seinem Kopf auf einem Gleis. Ihn da rauszuziehen, das hätte ich nie geschafft», sagt die Retterin zur «Bild». Andere Reisende, die den Vorfall mitbekommen haben, hatten sich laut einem Polizeisprecher einfach entfernt. Tanja wählte den Notruf und wartete vor Ort, bis der Rettungsdienst eintraf.

Der Schweizer aus dem Kanton Wallis wurde ins Krankenhaus gebracht. Er hatte sich glücklicherweise nur leicht am Bein verletzt. Wie es ihm heute geht, weiß Tanja nicht, denn der 23-Jährige habe sich nicht bei ihr gemeldet, wie Blick weiter schreibt. Gerne hätte sie sich persönlich danach erkundigt, wie er mit dem Vorfall zurechtkomme.

(L'essentiel/kat)

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