Wirtschaftsmission: Erbgroßherzog Guillaume besucht Südkoreas Kriegsdenkmal

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WirtschaftsmissionErbgroßherzog Guillaume besucht Südkoreas Kriegsdenkmal

SEOUL/LUXEMBURG – Die Wirtschaftsmission nach Südkorea geht dem Ende entgegen. An deren letzten Tag hat die offizielle Delegation das koreanische War Memorial besucht und den neuen Standort der luxemburgischen Firma Rotarex eingeweiht.

von
Miriam Meinecke
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Beim Besuch des Erbgroßhezogs am War Memorial war auch ein 96-Jähriger Zeitzeuge dabei.

Beim Besuch des Erbgroßhezogs am War Memorial war auch ein 96-Jähriger Zeitzeuge dabei.

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60 Jahre diplomatische Beziehungen waren Anlass der Luxemburger Wirtschaftsmission nach Südkorea, doch bereits im Koreakrieg Anfang der Fünfzigerjahre wurde zwischen den beiden Ländern ein bis heute haltendes Band geschlossen: 85 Soldaten aus dem Großherzogtum hatten das Land mit einer UN-Mission im Koreakrieg unterstützt. Da durfte am letzten Tag ein Besuch des War Memorials in Seoul nicht fehlen. In Anwesenheit eines 96-jährigen Veteranen ließ Erbgroßherzog Guillaume einen Strauß niederlegen, danach ging es u.a. mit Wirtschaftsminister Franz Fayot und dem südkoreanischen Minister für Patrioten- und Veteranenangelegenheiten, Park Minshik, in das Gebäude es Denkmals, das zugleich auch auch ein Museum ist.

Bei der einzigen Militärintervention nach 1945, bei der Luxemburg Soldaten an die Front schickte, starben zwei Soldaten, 17 wurden verwundet. Heute sind noch sieben Veteranen am Leben. Der Erbgroßherzog erklärte: «Luxemburg war zwar die kleinste der sechzehn Streitkräfte der Vereinten Nationen während des Krieges, aber diese Freiwilligen kamen hierher, um mit ganzem Herzen zu kämpfen. Sie trugen zur Erfolgsgeschichte Koreas bei, zum Entstehen einer Nation, die zu einem Partner in der Wirtschaft, einem Verbündeten in einer zunehmend polarisierten Welt und einem engen Freund geworden ist.»

Zuvor hatten die Beteiligten der neuen Produktionsstätte der luxemburgischen Firma Rotarex in Asan eingeweiht, die in einer rekordverdächtigen Zeit von 18 Monaten gebaut wurde. 20 Millionen Euro Investition stecken in dem Standort, mit 1,2 Millionen hat die Provinz Chungcheongnam-Do das Vorhaben gefördert. Nun kann der asiatische Markt direkt aus Südkorea beliefert werden. Rotarex stellt u.a. Ventile und Druckregler her, die für spezielle Gase gedacht sind. Diese kommen beispielsweise bei der Produktion der großteils in Asien hergestellten Halbleiter zum Einsatz. Deren Bedeutung unterstrich Wirtschaftsminister Fayot bei der Einweihung: «Unsere Wirtschaft kann ohne Halbleiter nicht digitalisiert werden», sagte er.

Bevor es für viele nach Hause oder zum nächsten Termin geht, steht am Abend noch ein Arbeitsessen mit Vertretern der Firmen Kiswire, Samwha und Hyosung an. Diese gehören zu den führenden Investoren koreanischer Industrieunternehmen in Luxemburg.

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