Türkei: Erdogan zieht Wahlen vor – auf symbolträchtiges Datum

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TürkeiErdogan zieht Wahlen vor – auf symbolträchtiges Datum

Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte das Datum für die Wahlen an. Bereits zuvor war vermutet worden, dass diese früher stattfinden könnten als gewohnt – das ist nun auch der Fall. 

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Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei sollen bereits am 14. Mai stattfinden.

Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei sollen bereits am 14. Mai stattfinden.

IMAGO/APAimages
Das ist früh – normalerweise wird im Juni gewählt.

Das ist früh – normalerweise wird im Juni gewählt.

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Erdogan bezog sich in seiner Ansprache auf die Wahlen vom 14. Mai 1950, die von der konservativen Partei DP von Adnan Menderes (Bild) gewonnen wurden, deshalb wohl das frühere Datum.

Erdogan bezog sich in seiner Ansprache auf die Wahlen vom 14. Mai 1950, die von der konservativen Partei DP von Adnan Menderes (Bild) gewonnen wurden, deshalb wohl das frühere Datum.

imago/United Archives International

Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in der Türkei werden nach den Worten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bereits am 14. Mai stattfinden. In einer Ansprache vor Vertretern seiner Regierungspartei AKP ließ Erdogan durchblicken, dass die Wahl an diesem Tag abgehalten werden solle, ohne allerdings das Datum genau zu nennen. Es war bereits damit gerechnet worden, dass Erdogan die Wahlen früher als geplant im Juni ansetzen könnte.

Erdogan bezog sich in seiner Ansprache auf die Wahlen vom 14. Mai 1950, die von der konservativen Partei DP von Adnan Menderes gewonnen wurden. Erdogan hat sich schon oft mit dem Gründer dieser Partei verglichen. Nun sagte er vor den Mitgliedern seiner konservativ-islamischen AKP, dass die Wahl dieses Jahr «am gleichen Tag wie vor 73 Jahren» stattfinden solle.

Der konservative Präsident steht derzeit innenpolitisch immens unter Druck, insbesondere wegen der Wirtschaftskrise und der extrem hohen Inflationsrate. Die Opposition, die sich fast vollständig zu einem Wahlbündnis zusammengeschlossen hat, hofft auf eine Ablösung des Langzeit-Herrschers. Erdogan war bereits ab 2003 Ministerpräsident, bevor er 2014 Präsident wurde. Er tritt erneut als Präsidentschaftskandidat an.

(AFP/smk)

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