Rekordflug ins All – Erfolgreicher Kurztrip zur ISS

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Rekordflug ins AllErfolgreicher Kurztrip zur ISS

In der Rekordzeit von nur sechs Stunden hat eine Sojus-Kapsel mit drei Astronauten die internationale Raumstation ISS erreicht – statt wie früher zwei Tage.

Die Kapsel mit den beiden russischen Kosmonauten Pawel Winogradow und Alexander Missurkin sowie dem amerikanischen Astronauten Chris Cassidy dockte am russischen Forschungsmodul «Rasswet» an, als die ISS gerade über dem Pazifik vor der Küste Perus war.

«Es ist ein so schöner Anblick, ich traue kaum meinen Augen», sagte der 59-jährige Weltraumveteran Winogradow, der bereits 1997 und 2006 im All war. Mit ihrer Ankunft halten sich wieder sechs Raumfahrer in der ISS auf. Die Neuankömmlinge sollen fünf Monate im All bleiben.

Winogradow hatte in einer Pressekonferenz vor dem Start in Baikonur erklärt, der kürzere Flug werde die Besatzung weniger ermüden.

Sechs statt 50 Stunden bis ans Ziel

Erstmals hatte die Sojus einen kürzeren Weg zur ISS genutzt – bislang dauerte der Trip 50 Stunden. Die russische Sojus-Kapsel mit Pawel Winogradow, Alexander Missurkin und Chris Cassidy an Bord verließ am Donnerstag pünktlich um 21.43 Uhr MEZ die Erde.

Während ihres gut fünfmonatigen Aufenthaltes in rund 410 Kilometern Höhe stehen für die Raumfahrer unter anderem fünf Ausstiege ins All auf dem Programm. Das neue Sechs-Stunden-Schema wurde möglich, da der Bordcomputer nun unabhängig vom Flugleitzentrum arbeitet.

Ein ständiger Funkkontakt mit dem Boden ist damit nicht mehr nötig. Auf der ISS arbeiten derzeit Chris Hadfield (Kanada), Thomas Marshburn (USA) und Roman Romanenko (Russland).

(L'essentiel Online/rey/sda)

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