Schwimmbad Differdingen – Ermittlungen gegen Aquasud-Betreiber

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Schwimmbad DifferdingenErmittlungen gegen Aquasud-Betreiber

DIFFERDINGEN - Gegen zwei leitende Mitarbeiter des künftigen Schwimmbadbetreibers in Differdingen wird in Frankreich ermittelt.

Die luxemburgische Firma Tralux baut das Schwimmbad Aquasud in Differdingen, betrieben wird es allerdings 25 Jahre lang von Vert Marine.

Die luxemburgische Firma Tralux baut das Schwimmbad Aquasud in Differdingen, betrieben wird es allerdings 25 Jahre lang von Vert Marine.

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Die französische Firma Vert Marine, die künftig das neue Schwimmbad in Differdingen betreiben wird, steht im Verdacht, illegale Absprachen getroffen zu haben. Gegen zwei leitende Angestellte, darunter der Geschäftsführer, wurde in Rouen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nach der Hinterlegung einer Kaution wurden sie kurz vor Weihnachten freigelassen.

Das Schwimmbad Aquasud befindet sich derzeit noch im Bau. Die Partei Déi Lénk, die das Projekt ablehnt, zeigte sich am Donnerstag besorgt. «Dieses Ermittlungsverfahren kommt zu anderen Punkten hinzu, für die das Unternehmen oft kritisiert wird», erklärte die Partei in einer Stellungnahme.

Keine Gefahr für das Projekt, sagt der Bürgermeister

Differdingens Bürgermeister Claude Meisch sieht das Projekt Aquasud jedoch nicht in Gefahr: «Wir haben einen Vertrag mit einem Unternehmen nach luxemburgischem Recht (Anmerkung der Redaktion: Tralux Construction) und nicht mit Vert Marine. Diese Ermittlungen betreffen uns also nicht direkt. Zudem gilt die Unschuldsvermutung.» Auch eine eventuelle Verurteilung der Angeklagten ändere nichts: «Der Vertrag ist unterschrieben, er wird erfüllt.» Das Schwimmbad Aquasud soll noch im Jahr 2013 eröffnet werden.

Vert Marine betreibt in Frankreich rund 80 Freizeitanlagen, darunter Eislaufhallen und Golfanlagen, und beschäftigt rund 1 800 Angestellte. In der Affäre wurde auch eine dritte Person verhaftet. Sie soll Vert Marine Informationen beschafft haben, durch die die Firma bei Auftragsvergaben besser abschnitt. Das Unternehmen hat die Vorwürfe bestritten.

(L'essentiel Online)

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