Privatschule St. Anne – Erneut kiffende Schülerinnen beurlaubt

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Privatschule St. AnneErneut kiffende Schülerinnen beurlaubt

LUXEMBURG – Nach der Ackerbauschule und dem LTC sind nun auch Schülerinnen der Privatschule St. Anne in Ettelbrück mit Gras erwischt worden.

Alle Prävention umsonst? Die Schülerinnen der Privatschule St.Anne nehmen regelmäßig an Veranstaltungen zum Thema Drogen teil.

Alle Prävention umsonst? Die Schülerinnen der Privatschule St.Anne nehmen regelmäßig an Veranstaltungen zum Thema Drogen teil.

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Vier Schülerinnen der privaten Mädchenschule St. Anne in Ettelbrück sind wegen Cannabis-Besitzes für acht Tage beurlaubt worden. Auf einen Hinweis hin hatte Direktorin Sabine Augustin in ihren Rucksäcken Joints und Gras gefunden. Das bestätigt sie auf Anfrage von L‘essentiel Online. Anders als an der Ackerbauschule in Ettelbrück und dem technischen Lyzeum auf dem Limpertsberg wurden aber keine Drogentests durchgeführt.

«Wenn ich einen Joint im Rucksack finde, dann muss ich die Schülerin nicht mehr testen», erklärt Augustin. «Es handelt sich um verbotene Rauschmittel. Ich muss also handeln und wenn es nur ist, um die anderen Schüler zu schützen.» Über weitere Sanktionen müsse nun eine Klassenkonferenz beraten.

«Zeit für eine echte Debatte über das Thema»

Mit den Fällen in der Privatschule St. Anne kommt noch ein weiteres Kapitel in die Debatte über den Umgang der Schulen mit bekifften Schülern. «Die gute Seite der ganzen Affäre ist, dass nun darüber gesprochen wird», meint Direktorin Sabine Augustin. «Der Cannabis-Konsum ist ein Problem unter Jugendlichen, aber auch für die ganze Gesellschaft. Es ist Zeit für eine echte Debatte über das Thema.»

Seit den Sommerferien beschäftigt das Thema Drogentests und –konsum die Schulen. Zunächst hatte die Ackerbauschule in Ettelbrück Schüler mit Urintests kontrolliert. Von 36 getesteten Schülern hatten 14 gekifft. Auch am Lycée Technique du Centre waren 13 Schüler positiv getestet worden.

(sb/L'essentiel Online)

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