Selber schuld – Erst ein Miau-Tweet stoppt den Katzen-Spam
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Selber schuldErst ein Miau-Tweet stoppt den Katzen-Spam

Wer seine Nummer auf Twitter teilt, riskiert per SMS mit Katzencontent vollgespamt zu werden. Helfen kann nur Edward Snowden.

«Das Töten einer Katze im alten Ägypten war mit der Todesstrafe belegt» und «In den USA wird mehr Geld für Katzenfutter als für Babynahrung ausgegeben» oder «Katzenbabys bleiben neun Wochen lang bei ihrer Mutter». Solche Sprüche werden derzeit gleich massenweise an ahnungslose Leute per SMS verschickt.

Schuld am flauschigen Spam ist ein Bot. Genauer ein Programm eines Entwicklers, das Twitter durchsucht und Handynummern abgreift, die Leute über das soziale Netzwerk geteilt haben. Ist die Nummer in der Datenbank, verschickt das Script im Minutentakt SMS.

Ein Miau für Snowden

Die Aktion hat einen aufklärerischen Hintergrund. Sie soll Leute dafür sensibilisieren, künftig weniger leichtfertig mit ihren Daten umzugehen. Dies sagte der Entwickler des Bots, der anonym bleiben möchte, gegenüber Theverge.com. Würden die Links in einer solchen SMS zu Cyberkriminellen führen, könnten diese mit Leichtigkeit das Smartphone kapern.

Es gibt nur einen Weg aus den Klauen der Katzenfakten-SMS: Die Betroffenen müssen Whistleblower Edward Snowden auf Twitter mit den Worten «Miau! Ich liebe Katzenfakten» anschreiben – notabene hat dieser mit der Aktion nichts am Hut. Mittlerweile gibt es unzählige solcher Tweets, die sich an Snowden richten.

Für den Entwickler ist die Aktion ein Erfolg. «Selbst wenn die Leute über das Verhalten im Netz nichts gelernt haben, haben sie immerhin ein paar interessante Fakten über Katzen gelernt», so der Programmierer. Ob sich Edward Snowden über den ganzen Katzencontent freut, ist nicht bekannt. Auf die Aktion des unbekannten Entwicklers hat er bis jetzt noch nicht reagiert.

Nicht alle fanden die Aktion übrigens lustig. Einige drohten dem armen Edward Snowden mit dem Anwalt, sollte er nicht aufhören die Katzenfakten zu verschicken.

(L'essentiel/tob)

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