HIV-Forschung – Erste genetisch veränderte Babys geboren

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HIV-ForschungErste genetisch veränderte Babys geboren

In China sollen erstmals genmanipulierte Babys zur Welt gekommen sein. Forscher wollen die Babys resistent gegen HIV gemacht haben. Das seien Menschenversuche, sagt ein Ethikrat.

09.10.2018, China, Shenzhen: Zhou Xiaoqin platziert einen Embryo in seinem Speicherrohr in ein fl�ssiges Stickstoffbad, nachdem er in einem Labor in Shenzhen in der s�dchinesischen Provinz Guangdong aus dem Kryolager entfernt wurde. Der chinesische Wissenschaftler He Jiankui behauptet, er habe geholfen, die ersten genetisch ver�nderten Babys der Welt zu zeugen: Zwillingsm�dchen, deren DNA er seiner Meinung nach ver�ndert hat. (zu dpa �Forscher: Genetisch ver�nderte M�dchen in China geboren�) Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

09.10.2018, China, Shenzhen: Zhou Xiaoqin platziert einen Embryo in seinem Speicherrohr in ein fl�ssiges Stickstoffbad, nachdem er in einem Labor in Shenzhen in der s�dchinesischen Provinz Guangdong aus dem Kryolager entfernt wurde. Der chinesische Wissenschaftler He Jiankui behauptet, er habe geholfen, die ersten genetisch ver�nderten Babys der Welt zu zeugen: Zwillingsm�dchen, deren DNA er seiner Meinung nach ver�ndert hat. (zu dpa �Forscher: Genetisch ver�nderte M�dchen in China geboren�) Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mark Schiefelbein

Einem chinesischen Wissenschaftler zufolge sind weltweit erstmals Babys nach einer Genmanipulation zur Welt gekommen. «Zwei wunderschöne kleine chinesische Mädchen namens Lulu und Nana kamen vor einigen Wochen weinend und so gesund wie jedes andere Baby zur Welt», sagte der Forscher He Jiankui in einem am Sonntag auf Youtube verbreiteten Video.

Demnach hatte der an Embryonen vorgenommene Eingriff mit dem noch sehr jungen Verfahren Crispr/Cas9 das Ziel, die Kinder resistent gegen HIV zu machen. Eine geprüfte wissenschaftliche Veröffentlichung zu den Eingriffen gibt es noch nicht, sondern lediglich einen Eintrag in einem chinesischen Register für klinische Tests.

«Bei den Experimenten handelt es sich um unverantwortliche Menschenversuche», erklärte Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrats, zu der Verkündung. «Ob es stimmt oder nicht, was der chinesische Forscher He behauptet: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind solche Versuche und auch Ankündigungen aufs Schärfste zu kritisieren.» Laut nahezu einhelliger Einschätzung sei die Grundlagenforschung noch weit entfernt vom Einsatz beim Menschen. «Die Neben- und Spätfolgen sind noch unabsehbar und schwer zu kontrollieren.»

(L'essentiel/dpa)

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