In Luxemburg – Erste Impfdosen landen unter dem Christbaum

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In LuxemburgErste Impfdosen landen unter dem Christbaum

LUXEMBURG – Noch vor dem Jahreswechsel könnte der Corona-Impfstoff im Großherzogtum eintreffen. Nicht jeder wird ihn sofort bekommen können.

Nicht jeder wird sich in Luxemburg sofort gegen Corona impfen lassen können.

Nicht jeder wird sich in Luxemburg sofort gegen Corona impfen lassen können.

DPA

Nicht nur in Luxemburg, sondern auf der ganzen Welt ruhen die Hoffnungen auf einem wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus. Auch Premierminister Xavier Bettel (DP) erklärte, dass dem Mittel eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Pandemie zukommt. Die Regierung erwartet die erste Lieferung Mitte Dezember. Etwa 45.000 Dosen sollen zunächst im Großherzogtum eintreffen. Da das Medikament zweimal pro Person verabreicht werden muss, können sich also 22.500 Menschen impfen lassen.

Das Land bereitet sich derweil auf die Ankunft das Präparats vor. Die Politik will bis dahin die Bevölkerung von dem Impfstoff überzeugen. Es geht vorrangig darum Ängste ab- und Vertrauen aufzubauen.

Dauer der Immunität ist unbekannt

Zudem stellt der Impfstoff die Logistik vor eine Herausforderung. Wie Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) ankündigte, werden spezielle Impfzentren im ganzen Land errichtet. Da das Mittel gekühlt und in großen Mengen eingelagert werden muss, könne die Impfung nicht über die Arztpraxen erfolgen.

Mit dem Ethikrat wurde darüberhinaus ausgearbeitet, welche Bevölkerungsgruppen als erste von dem Impfstoff profitieren können. Vorrang haben 17.000 Angehörige der Gesundheitsberufe, 90.000 Menschen ab 65 Jahren und 132.000 Personen, die als gefährdet gelten. Wie lange das Mittel vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus und damit auch vor der Lungenkrankheit Covid-19 schützt, ist noch unklar. Gegebenenfalls muss die Impfung kürzeren Abständen aufgefrischt werden.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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