Rheinland-Pfalz: Erste Verstöße mit Trierer «Handy-Blitzer» erfasst

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Rheinland-PfalzErste Verstöße mit Trierer «Handy-Blitzer» erfasst

TRIER – Die ersten sechs Autofahrer erwartet ihr Knöllchen vom neuen «Handy-Blitzer» in Trier. Sie bekommen ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einen Punkt beim Fahreignungsregister in Flensburg.

19.05.2022, Rheinland-Pfalz, Mainz: Die Kamera eines neuartigen Systems zur Feststellung von Handyverstößen am Steuer ist auf einer Brücke der Autobahn A60 aufgebaut. Das von der niederländischen Polizei entwickelte System wird von der rheinland-pfälzischen Polizei getestet. Von Juni an soll das System namens Monocam zunächst drei Monate im Polizeipräsidium Trier und dann drei Monate im Polizeipräsidium Mainz erprobt werden. Foto: Thomas Frey/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Kamera eines neuartigen Systems zur Feststellung von Handyverstößen am Steuer ist auf einer Brücke der Autobahn A60 aufgebaut.

Thomas Frey/dpa

Zum Start eines Pilotprojektes mit einem neuen «Handy-Blitzer» in Trier hat die Polizei gleich mehrere abgelenkte Fahrer erwischt. Das neue System habe am Mittwoch beim ersten Kontrolleinsatz innerhalb von vier Stunden sechs Verstöße erfasst, teilte die Polizei in Trier am Donnerstag mit. Die betroffenen Fahrer erwarte nun ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro und einen Punkt beim Fahreignungsregister in Flensburg.

Die Kontrolle auf der A602 bei Kenn (Kreis Trier-Saarburg) sei mit einem Hinweisschild am Fahrbahnrand angekündigt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Es handelt sich nach Angaben des Mainzer Innenministeriums um ein Pilotprojekt in Deutschland. Die neue Technik wird zunächst drei Monate vom Polizeipräsidium Trier und dann ebenso lange vom Polizeipräsidium Mainz erprobt.

Das in den Niederlanden entwickelte System Monocam erkennt in einem Livestream, wenn ein Pkw- oder Lkw-Fahrer zum Smartphone oder Tablet greift und macht dann automatisch ein Foto. Die Bilder werden anschließend von geschulten Polizisten an einem mit der Kamera verbunden Computer ausgewertet. Nur, wenn das gefertigte Bild deutlich einen Verstoß erkennen lasse, erfolge eine Speicherung und Ahndung, teilte der Trierer Polizeisprecher mit.

(L'essentiel/dpa)

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