Eurostat-Studie : Erstmals seit den 1960er Jahren sinkt die Lebenserwartung in der EU
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Eurostat-Studie Erstmals seit den 1960er Jahren sinkt die Lebenserwartung in der EU

LUXEMBURG – Weil das Coronavirus in der zweiten Pandemiewelle im Jahr 2020 viele Coronatote gefordert hat, ist die Lebenserwartung in der Europäischen Union zurückgegangen.

Die Lebenserwartung in der EU ist durch das Coronavirus gesunken.

Die Lebenserwartung in der EU ist durch das Coronavirus gesunken.

DPA

Erstmals seit den 60er-Jahren ist die Lebenserwartung in der Europäischen Union im Jahr 2020 coronabedingt wieder gesunken. Die meisten EU-Staaten verzeichneten einen Rückgang der durchschnittlichen Lebenserwartung, in Luxemburg sank diese im Vergleich zu 2019 um 0,5 Jahre (von 82,7 auf 82,2Jahre), wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilt. Damit bestätigte die EU-Behörde erste Schätzungen vom April 2021. Bei den Frauen (0,7 Jahre) ist der Rückgang stärker ausgefallen als bei den Männern (0,3 Jahre). Die Lebenserwartung der Luxemburger Frauen bleibt jedoch höher (84,5 Jahre) als die der Männer (79,9 Jahre).

Die Einwohner Lothringens werden im Durchschnitt 81 Jahre alt (83,8 Jahre für Frauen, 78,1 Jahre für Männer), die Einwohner der Provinz Luxemburg in Belgien 80 Jahre (82,3 Jahre und 77,7 Jahre), die Einwohner von Rheinland-Pfalz und des Saarlandes 81,1 Jahre bzw. 80,2 Jahre. Der EU-Durchschnitt lag 2020 bei 80,4 Jahren (2019: 81,3 Jahre). Die Lebenserwartung war für Frauen (83,2 Jahre) um 5,7 Jahre höher als für Männer (77,5 Jahre).

Am ältesten werden die Menschen, die im Süden Europas leben. Die Einwohner Korsikas werden 84 Jahre alt, die Einwohner der Balearen 83,9 Jahre und die Einwohner der griechischen Region Epirus 83,8 Jahre. Die Lebenserwartung der korsischen Frauen liegt sogar bei 87 Jahren. Im Gegensatz dazu ist das Leben im Osten im Schnitt am kürzesten: 72,1 Jahre in der bulgarischen Region Severozapaden und 73,3 Jahre im Nordosten Rumäniens.

(AFP)

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