Geschichtsträchtig – Erstmals sind zwei Frauen für Regie-Oscar nominiert
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GeschichtsträchtigErstmals sind zwei Frauen für Regie-Oscar nominiert

«Mank» dominiert mit zehn Nominierungen die diesjährigen Oscars. So divers wie dieses Jahr waren die Nominierten zudem wohl noch nie.

Dieses Jahr sind erstmals in der Geschichte der Oscars mit Chloé Zhao (38, «Nomadland») und Emerald Fenell (35, «Promising Young Woman) zwei Frauen in der Kategorie «Best Director» nominiert. Die Kategorie «Best Director» war bisher stets eine sehr männliche Disziplin. Seit Kathryn Bigelows (69) Auszeichnung für den Kriegsfilm «The Hurt Locker» in 2010 hat keine Frau mehr den Oscar für die beste Regie mit nachhause genommen. Zhao ist als Chinesin zudem die erste Woman of Color überhaupt, die eine Nominierung für die beste Regie erhält. Weiter sind Thomas Vinterberg (51,«Another Round»), David Fincher (58, «Mank») und Lee Isaac Chung (42, «Minari») im Rennen.

Der vergangenen August im Alter von erst 43 Jahren an Krebs verstorbene Chadwick Boseman ist posthum für seine Leistung in «Ma Rainey’s Black Bottom» als «Best Actor» nominiert worden. So auch US-Koreaner Steven Yeun (37, «Minari»), Brite Riz Ahmed (38) und die Schauspiel-Urgesteine Anthony Hopkins (83, «The Father») und Gary Oldman (62, «Mank»), die beide schonmal in der Kategorie gewonnen haben.

Frances McDormand kann dritten Oscar gewinnen

Auf einen «Best Actress»-Gewinn hoffen dürfen zudem die Afroamerikanerinnen Andra Day (36, «The United States vs. Billie Holiday») und Viola Davis (55, «Ma Rainey’s Black Bottom»), die schon einen Oscar zuhause hat, die Britinnen Vanessa Kirby (32, «Pieces of a Woman») und Carey Mulligan (32, Promising Young Woman») sowie zweifach Oscar-Gewinnerin Frances McDormand (63, «Nomadland»).

Als beste Nebendarstellerinnen nominiert sind zudem: Maria Bakalova («Borat Subsequent Moviefilm»), Glenn Close («Hillbilly Elegy»), Olivia Colman («The Father»), Amanda Seyfried («Mank») und Youn Yuh-jung («Minari»). Und in der männlichen Version: Sacha Baron Cohen («The Trial of the Chicago 7»), Daniel Kaluuya («Judas and the Black Messiah»), Leslie Odom Jr. («One Night in Miami»), Paul Raci («Sound of Metal») sowie Lakeith Stanfield («Judas and the Black Messiah»).

«Mank» ist mit Abstand der Favorit

Die Königsdisziplin «Best Picture» wurde ganz am Schluss verkündet. Eine Chance auf den begehrten Preis kriegen die Dramen «Nomadland» und «The Father», der historische Thriller «The Trial of the Chicago 7», das Musik-Drama «Sound of Metal», die düstere Thriller-Komödie «Promising Young Woman», die Biografie-Dramen «Mank» und «Judas and the Black Messiah» sowie «Minari», ein Drama über eine koreanische Immigranten-Familie.

Der Film «Mank», der den Drehbuchautor Herman J. Mankiewicz während seiner Entwicklung des Drehbuchs für «Citizen Kane» porträtiert, ist mit zehn Nominierungen der absolute Favorit der diesjährigen Verleihung. Mit jeweils sechs Chancen auf eine Auszeichnung triumphieren auch «Minari», «The Thrial of the Chicago 7», «Judas and the Black Messiah», «Sound of Metal», «The Father» sowie «Nomadland». Je fünf Mal nominiert wurden zudem die Werke «Promising Young Woman» und «Ma Rainey’s Black Bottom», das den verstorbenen Boseman in der Hauptrolle zeigt.

(L'essentiel/Stephanie Vinzens)

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