«DSDS» – Es hat sich ausgebohlt

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«DSDS»Es hat sich ausgebohlt

Was ist bloß los bei «Deutschland sucht den Superstar»? Dieter Bohlen flüchtet, Juroren und Kandidaten bezicken sich, eine Ex-Siegerin wettert und der Gesang zählt weniger denn je.

Mit Bohlens abruptem Abgang mitten in Joeys Krächz-Auftritt am Samstagabend erreichten die Feindseligkeiten bei «DSDS» einen neuen Höhepunkt. Bisher hatten sich vor allem die Kandidaten untereinander behakt. Nun aber schießen Juroren und Kandidaten ohne Hemmungen gegeneinander.

Vielleicht ist das auch einfach der letzte verzweifelte Versuch, noch einmal große öffentliche Aufmerksamkeit zu erzielen. Denn die Quoten gehen immer weiter in den Keller. Nach acht Staffeln sowie immer wieder neuen Castingformaten scheinen die Zuschauer allmählich die Lust zu verlieren an der «Superstar»-Sucherei und an Dieter Bohlen. Zumal bisher auch kein wirklicher Superstar dabei herausgekommen ist.

Eine Million weniger Zuschauer als zu Beginn der Staffel

Am Samstag waren laut Mediendienst DWDL.de nur noch 4,69 Millionen Zuschauer dabei - rund 80 000 weniger als in der Vorwoche und eine Million weniger als noch bei der ersten Mottoshow der aktuellen Staffel.

«RTL bat um erfundene Geschichten»

Und jetzt klinkt sich noch Elli in die «DSDS»-Zickerei ein. Die Gewinnerin der zweiten Staffel - Sie erinnern sich vielleicht, die mit den Pumuckel-Haaren - empört sich im deutschen Magazin «Prinz», dass RTL eher an persönlichen Details als am Gesangstalent interessiert sei.

Bereits 2004 habe der Sender bei den Kandidaten um «gute, gerne auch erfundene Geschichten» gebeten, um die Quote in die Höhe zu treiben.

Mehr Comedy als Musik

Ohne Skandal kein Superstar - so lautet die ungeschriebene Formel. Von daher hat Joey Heindl nun alle Chancen auf einen Sieg. Der ausgeschiedene Hamed Anousheh muss sich indes eingestehen: «Ich habe zu sehr gehofft, dass das Musikalische wichtig ist. Ich hätte ein bisschen mehr Wert auf Comedy legen müssen.»

Oder auf das Anheizen von Gerüchten: Hätte er seine vermeintliche Affäre mit dem einzigen «DSDS»-Mädchen Fabienne nicht vehement geleugnet - er wäre vielleicht noch in der Show.

(L'essentiel Online/anp)

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