Airbus – «Es ist der Deal des Jahres»

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Airbus«Es ist der Deal des Jahres»

Die indische Fluggesellschaft IndiGo hat bei Airbus 180 Flugzeuge des Typs A320 bestellt. Der Auftragswert beläuft sich nach Listenpreis auf 15,6 Milliarden Dollar.

Indiens Fluggesellschaft IndiGo hat bei der EADS-Tochter Airbus eine Bestellung im Umfang von knapp 16 Milliarden Dollar aufgegeben.

Indiens Fluggesellschaft IndiGo hat bei der EADS-Tochter Airbus eine Bestellung im Umfang von knapp 16 Milliarden Dollar aufgegeben.

AFP

Beflügelt von einem milliardenschweren Großauftrag für Airbus aus Indien blickt der Mutterkonzern EADS wieder zuversichtlich in die Zukunft. «2010 war definitiv ein Jahr des Fortschritts», sagte EADS-Chef Louis Gallois am Mittwoch bei seinem Jahresausblick in Les Mureaux (bei Paris). Wenige Stunden zuvor hatte die Konzerntochter Airbus eine Bestellung der indischen IndiGo-Airline über 180 A320-Flugzeuge bekanntgegeben.

Es handele sich um den größten Einzelauftrag für Passagierjets in der Geschichte der kommerziellen Luftfahrt, berichtete Airbus am Dienstagabend. Der Auftragswert beläuft sich nach Listenpreis auf 15,6 Milliarden Dollar. Üblich sind bei Flugzeugbestellungen allerdings Rabatte in prozentual zweistelliger Höhe.

Geschäft stärker angelaufen als erwartet

«Es ist der Deal des Jahres, schöner kann man das Jahr gar nicht einleiten», sagte Gallois. Die Krise im Flugzeugbau sei zwar noch nicht überwunden, doch sei das Geschäft mittlerweile wieder stärker angelaufen als erwartet. Airbus habe 2010 mehr als 500 Flugzeuge ausgeliefert und auch mehr als 500 Bestellungen verbucht. Die größte Konzerntochter, die rund 70 Prozent zum Umsatz beiträgt, hat 2010 damit mehr Flugzeuge ausgeliefert als ihr US-Rivale Boeing.

Der US-Flugzeugbauer lieferte 462 Flugzeuge aus (2009: 481) und verbuchte Aufträge über 530 Maschinen - Gallois gab für 2010 das Orderbuch für Airbus mit «mehr als 500» an. Exakte Zahlen sollen am 17. Januar veröffentlicht werden. Boeing erzielte 2010 unterm Strich Aufträge über 530 Maschinen.

Kosten müssten weiter reduziert werden

Die Rentabilität von Airbus werde mittelfristig erheblich steigen, die Sparprogramme zeigten Wirkung, betonte Gallois. Dennoch müsste EADS im zweiten Jahrzehnt seines Bestehens aber weiter Kosten reduzieren und sich international besser aufstellen. Vor allem die Schwellenländer bildeten neben Europa und den USA einen neuen Schwerpunkt. EADS plane dort auch Partnerschaften für weiteres Wachstum und verfüge dafür auch über die finanziellen Mittel. Finanzchef Hans Peter Ring bezifferte deren Höhe mit mehr als 10 Milliarden Euro.

Die Probleme beim Trent-900-Triebwerk von Rolls Royce hätten dem Mega-Airbus A380 nicht geschadet, sagte Gallois. Der Gigant der Lüfte sei «das Flaggschiff des 21. Jahrhunderts» und habe seine Problemphase weitgehend hinter sich. Gallois: «Wir sind nun aus dem Gröbsten 'raus». Im laufenden Jahr sollten zwei Maschinen pro Monat ausgeliefert werden. Bei dem von zahlreichen Geburtswehen begleiteten Militärtransporter A400M gehe es gut voran, die Produktion habe begonnen.

(dpa)

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