Opfer von häuslicher Gewalt – «Es ist unmöglich, dass ich da wieder rauskomme»

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Opfer von häuslicher Gewalt«Es ist unmöglich, dass ich da wieder rauskomme»

LUXEMBURG – Nachdem sie durch die Hölle der häuslichen Gewalt gegangen war, hat Ana ein Videoprojekt gestartet, um die Stimme der Frauen hörbar zu machen.

Vor einem Jahr hat Ana mit L'essentiel von dem Martyrium gesprochen, das sie viele Jahre lang an der Seite eines gewalttätigen Mannes durchlebt hatte. In einem Video auf Facebook forderte sie alle weiblichen Opfer auf, «zu gehen». Seitdem wenden sich viele weitere Opfer an sie und sie setzt sich unermüdlich dafür ein, dass Frauen endlich aus einer Situation ausbrechen können, die sie für ausweglos halten.

«Wenn ich vergewaltigt wurde, sagte ich mir die ganze Zeit, es ist unmöglich, dass ich da wieder rauskomme, es ist unmöglich, unmöglich. Ich schrieb sogar ständig dieses Wort, und dann habe ich eines Tages ohne Absicht ein Leerzeichen zwischen das M und das P gesetzt und sah ‹I'm possible›, das war wie ein Klick, ich erinnere mich, es war 2010». Zu dem Zeitpunkt beschließt Ana, zum ersten Mal Kontakt mit Femmes en détresse aufzunehmen, der erste Schritt auf ihrem Weg, langsam aus der Hölle herauszukommen. «Von da an wurde es wie ein Slogan für mich».

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«Wir haben nichts falsch gemacht»

Ein Slogan, der der Titel eines Projekts ist, das sie zusammen mit Zonta International und in Partnerschaft mit dem Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte entwickelt hat. An ihrer Seite sind drei Frauen, Liv, Patz und Mary, die ebenfalls unter einem gewalttätigen Vater, einem Ehemann und einem Erzieher gelitten habe. Sie erzählen ihre Geschichte vor der Kamera. «Sie alle wollten sofort im Licht aussagen, denn man hat nichts Falsches getan, man muss sich nicht schämen».

Die vier Videos werden während der gesamten Orange Week über soziale Netzwerke verbreitet, «um eine starke Botschaft zu vermitteln», sagt Ana, die am vergangenen Samstag mit ihren Kindern in Esch/Alzette am Marsch gegen Gewalt gegen Frauen teilgenommen hat. «Ich wollte meiner kleinen Tochter zeigen, dass eine Frau nicht von einem Mann kontrolliert werden darf – und umgekehrt. Dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind». Sie sagte: «Mama, wenn ich groß bin, möchte ich Anwältin werden, um Frauen wie dich und Kinder wie mich zu verteidigen».

(mm/L'essentiel)

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