Unfall bei Waldhof – «Es sieht aus, als sei eine Bombe eingeschlagen»
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Unfall bei Waldhof«Es sieht aus, als sei eine Bombe eingeschlagen»

WALDHOF – Dramatischer Unfall auf der N 11: Zwei Menschen lassen bei einem schrecklichen Crash am Mittwochmorgen ihr Leben, zwei weitere verletzen sich.

20150916 Gonderange-Waldhaff / Luxembourg: Accident entre 5 voitures dont 2 camionnettes mercredi matin 16 septembre 2015 causant 2 tués les chauffeurs de la bmw bleue et de la camionnette Gabbana,  et  plusieurs blessés graves tandis que deux petits enfants sont indemnes © EDITPRESS/Jean-Claude Ernst

20150916 Gonderange-Waldhaff / Luxembourg: Accident entre 5 voitures dont 2 camionnettes mercredi matin 16 septembre 2015 causant 2 tués les chauffeurs de la bmw bleue et de la camionnette Gabbana, et plusieurs blessés graves tandis que deux petits enfants sont indemnes © EDITPRESS/Jean-Claude Ernst

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«Es sieht hier aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.» Der Polizeisprecher, der von der Unfallstelle auf der N 11 zwischen Waldhof und Gonderingen berichtet, ist sichtlich bestürzt. Zwei Menschenleben hat der Crash gekostet, eine weitere Person ist schwer verletzt, eine vierte leicht. Zudem mussten zwei Kinder verletzt in die Kinderklinik des CHL eingeliefert werden. Insgesamt fünf Fahrzeuge waren in den Crash verwickelt.

Was ist passiert? Die Straße war nass, ein junger Fahrer zu schnell. «Er hat wahrscheinlich bei einem Überholmanöver die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren», sagt der Polizeisprecher. Das Heck des blauen BMW bricht aus und knallt in ein entgegenkommendes Auto. Ein Lieferwagen, der hinter dem Unglücksfahrer fährt, will ausweichen und rast in ein weiteres Auto im Gegenverkehr, das ebenfalls am Überholen war. Der weiße Audi wird in den Wald geschleudert. Die drei Fahrzeuginsassen, ein Vater mit seinen beiden Kindern, bleiben unverletzt.

Kindersitze verhindern Tragödie

«Die Kinder waren in Kindersitzen angeschnallt», erklärt der Sprecher der Police Grand-Ducale. «Dadurch wurde eine weitere Tragödie verhindert.» Dennoch: Der junge BMW-Fahrer und der Beifahrer des Lieferwagens – er ist erst 24 Jahre alt – sterben noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Kleinlasters wird mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Er schwebt in Lebensgefahr.

«Die Kriminalpolizei und die Spurensicherung sind hier», sagt der Polizeisprecher gegenüber L'essentiel. Bis mindestens 12 Uhr war die N 11 für den Verkehr komplett gesperrt, die Polizei hatte eine Umleitung über Ernster eingerichtet.

Insgesamt sind in diesem Jahr bereits 23 Menschen bei Unfällen auf den Straßen Luxemburgs gestorben.

(sen/L'essentiel)

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