Regierungsrat – Esch/Alzette will Kulturhauptstadt werden

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RegierungsratEsch/Alzette will Kulturhauptstadt werden

ESCH/ALZETTE - 2022 darf Luxemburg eine von zwei europäischen Kulturhauptstädten stellen. Die Wahl fällt voraussichtlich auf Esch/Alzette - das Budget steht bereits fest.

Esch/Alzette will auf den Erfahrungswerten von den «Nuits de la Culture» aufbauen.

Esch/Alzette will auf den Erfahrungswerten von den «Nuits de la Culture» aufbauen.

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Die Stadt Esch/Alzette hat beschlossen, sich als Europäische Kulturhauptstadt 2022 zu bewerben. Auch benachbarte Orte aus dem Syndikat Pro-Sud (Bettemburg, Differdingen, Düdelingen, Käerjeng, Kayl, Monnerich, Petingen, Rümelingen, Sassenheim, Schifflingen) sollen einbezogen werden. Es wäre das erste Mal, dass eine Luxemburger Gemeinde außerhalb von Luxemburg-Stadt für ein halbes Jahr europäische Kulturhauptstadt wird. Der Hauptstadt war diese Ehre 1995 und 2007 zuteil geworden. Die Idee der Kulturhauptstädte ist es, den kulturellen Reichtum und die Vielfalt einer Region zu zeigen.

Der Regierungsrat hat am Freitag beschlossen, dass sich der Staat zu 67 Prozent am Kulturhauptstadt-Budget beteiligt. Insgesamt rechnet man mit Kosten von 67 Millionen Euro. Wenn die Kandidatur der Städte im Süden angenommen wird, kommen folglich 41,5 Millionen Euro aus der Staatskasse, den Rest übernehmen die beteiligten Kommunen. «Es handelt sich um eine erste Etappe», sagt der Escher Kultur-Schöffe Jean Tonnar. «Aber das heißt nicht, dass wir zwingend als Kandidat akzeptiert werden. Aber es gibt derzeit keinen anderen Kandidaten, soweit ich weiß.»

Der Minettmetropole fällt nun die Aufgabe zu, an einer Kandidatur zu feilen. Laut dem Kulturministerium müssen die Bewerbungsdossiers bis 23. Mai eingereicht werden. Eine unabhängige Expertenjury führt dann eine erste Bewertung der Kandidaturen durch. Städte, die in die engere Wahl aufgenommen werden, können ihren Dossiers dann noch einmal einen letzten Schliff geben. Die endgültige Entscheidung fällt dann 2017.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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