Tour de France – Etappensieger Froome narrt alle Herausforderer

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Tour de FranceEtappensieger Froome narrt alle Herausforderer

Damit hatte keiner gerechnet: Vorjahressieger Froome attackiert auf der Abfahrt und fährt mit dem Etappensieg ins Gelbe Trikot.

epa05417316 British rider Christopher Froome (C) of Team Sky celebrates on the podium wearing the overall leader's yellow jersey after winning the 8th stage of the 103rd edition of the Tour de France cycling race over 184km between Pau and Bagneres-de-Luchon, France, 09 July 2016. EPA/YOAN VALAT +++(c) dpa - Bildfunk+++

epa05417316 British rider Christopher Froome (C) of Team Sky celebrates on the podium wearing the overall leader's yellow jersey after winning the 8th stage of the 103rd edition of the Tour de France cycling race over 184km between Pau and Bagneres-de-Luchon, France, 09 July 2016. EPA/YOAN VALAT +++(c) dpa - Bildfunk+++

DPA/Yoan Valat

Chris Froome hat bei der 103. Tour de France alle Herausforderer an der Nase herumgeführt. Einen Tag vor dem erwarteten Gipfelsturm nach Andorra schlug der Vorjahressieger aus Großbritannien bereits auf der zweiten Pyrenäen-Etappe zu und kreierte dabei einen neuen, kuriosen Abfahrtsstil.

Der 31 Jahre alte Brite holte sich den Tagessieg in Bagnères-de-Luchon und das Gelbe Trikot von Greg Van Avermaet. Seine wichtigste Trophäe im Ziel der achten Etappe am Samstag: Froome nahm Nairo Quintana 23 Sekunden ab. In Bagnères-de-Luchon riss er beide Fäuste in die Luft.

Der Lohn ist das Gelbe Trikot

«Ein Traum ist wahr geworden. Ich habe zum ersten Mal in meiner Karriere versucht, bergab zu attackieren. Es hat geklappt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Etappe gewinnen kann», sagte der neue Mann in Gelb, der 16 Sekunden vor seinem Landsmann Adam Yates liegt.

«Niemand hat das sicher erwartet. Das war eine Überraschung. Wir wollten das Spiel ein bisschen anheizen», gab Froomes Teamchef Dave Brailsford zu Protokoll. Der zweimalige Tour-Zweite Quintana spielte den Rückstand auf Froome herunter: «Das waren noch keine bedeutenden Sekunden».

Neuer Fahrstil

Der Sieger von 2015, der bisher eher als mittelmäßiger Abfahrer galt, überraschte auf der Abfahrt vom 1569 Meter hohen Peyresourde bei Geschwindigkeiten bis 90 km/h auf dem Mittelrohr sitzend mit einem neuen Stil. Der mutige Froome, der im Vorjahr auf der ersten Pyrenäen-Etappe - berghoch - die Basis für seinen späteren Sieg gelegt hatte, feierte nach 184 Kilometern den fünften Etappensieg eines Briten bei dieser Tour-Auflage.

Rolf Aldags Prognose vor dem Start in Pau traf zu. «Van Avermaet geht fliegen», hatte der sportliche Leiter des im Moment erfolgreichsten Tour-Teams Data-Dimension erklärt. Der Belgier Van Avermaet, eher Klassiker-Spezialist als Klassementsfahrer bei einer großen Rundfahrt, verlor wie prognostiziert auf der zweiten Pyrenäen-Etappe sein Maillot Jaune. Im Ziel wies er 25:54 Minuten Rückstand auf Froome auf.

Zum ersten Mal bei dieser Tour hatten die Top-Favoriten ernst gemacht. Dem Tempo fiel erneut auch der zum Auftakt zweimal gestürzte Contador zum Opfer. Der zweifache Toursieger aus Spanien verlor mehr als eineinhalb Minuten auf Froome. Aus dem Rennen um den Gesamtsieg ist er längst raus. Er liegt nun 3:12 Minuten hinter dem furchtlosen Vabanque-Spieler Froome.

8. Etappe, Pau - Bagnères-de-Luchon (184,0 km)
1. Christopher Froome (GBR) Sky 4:57:33 h
2. Daniel Martin (IRL) Quick Step + 13 s
3. Joaquin Rodriguez Oliver (ESP) Katusha + 13
4. Romain Bardet (FRA) Ag2R + 13
5. Roman Kreuziger (CZE) Tinkoff + 13
...
22. Fränk Schleck (LUX) Trek + 1:41
88. Ben Gastauer (LUX) AG2R + 25:54

(L'essentiel/dpa)

Gesamtwertung

1. Christopher Froome (GBR) Sky 44:36:03 h

2. Adam Yates (GBR) Orica + 16 s

3. Daniel Martin (IRL) Quick Step + 19

4. Nairo Quintana (COL) Movistar + 23

5. Joaquin Rodriguez Oliver (ESP) Katusha + 37

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27. Fränk Schleck (LUX) Trek + 9:14

77. Ben Gastauer (LUX) AG2R + 50:15

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