Geheimdienst berichtet: Etliche russische Reservisten starben, als sie Gräben ausheben mussten

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Geheimdienst berichtetEtliche russische Reservisten starben, als sie Gräben ausheben mussten

Das tägliche Update zum Krieg des britischen Geheimdienstes zieht für Russlands Armee erneut eine ernüchternde Bilanz: Viele der eingezogenen Reservisten seien bereits tot.

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Schweres Feuer: Ukrainische Artillerie beschießt russische Stellungen bei Bachmut.

Schweres Feuer: Ukrainische Artillerie beschießt russische Stellungen bei Bachmut.

AFP
Das Gebiet im Oblast Donezk …

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… ist Schauplatz heftiger Kämpfe.

… ist Schauplatz heftiger Kämpfe.

REUTERS

Nach der russischen Teilmobilisierung ist nach Einschätzung britischer Geheimdienste eine hohe Zahl an eingezogenen Reservisten im Ukraine-Krieg gefallen. Viele der Verpflichteten würden «trotz chronischer gesundheitlicher Einschränkungen» in gefährliche Missionen geschickt, hieß es am Freitag im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. Über ihre jeweilige militärische Erfahrung, Ausbildung und Ausrüstung herrsche immer wieder Verwirrung.

Russland wirft Briten «Desinformationskampagne» vor

Unter anderem in der Region Donezk, rund um die Stadt Bachmut, seien mobilisierte Reservisten wohl in hoher Zahl gefallen, hieß es von den Briten. Das Gleiche gelte auch für Soldaten, die in der Region Luhansk Grabensysteme hätten ausheben müssen, während sie unter schwerem Artilleriefeuer standen. Es müsse dem Kreml Sorgen bereiten, dass eine zunehmende Zahl an Familien der Reservisten bereit sei, gegen die Zustände, unter denen ihre Angehörigen dienten, zu protestieren und sich notfalls deswegen verhaften zu lassen.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine Desinformationskampagne vor.  

(dpa/trx)

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