Institutionen müssen sparen – EU-Beamte im Ausstand
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Institutionen müssen sparenEU-Beamte im Ausstand

LUXEMBURG - Fallen bei den EU-Institutionen bis zu 11 000 Stellen weg? Die Beamten befürchten deutliche Einsparungen. Am Donnerstag wird gestreikt und dabei soll es nicht bleiben.

Die Beamten der EU-Kommission und des Europäischen Gerichtshofs streiken am Donnerstag.

Die Beamten der EU-Kommission und des Europäischen Gerichtshofs streiken am Donnerstag.

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Die europäischen Beamten streiken. Am Donnerstag treten die Mitarbeiter der Europäischen Kommission und des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg in den Ausstand. «Wir sind uns der Schwierigkeiten in vielen EU-Ländern durchaus bewusst, aber irgendwann ist auch bei uns Schluss mit den zusätzlichen Anstrengungen. Wir sind bereit, über gute Argumente zu reden, aber dies darf das europäische Zusammenwachsen nicht aufhalten», meint Miguel Vicente- Nuñez von der Gewerkschaftsunion. Weitere Streiks sind für den 16. November und den 22. November – zeitgleich mit einem Gipfeltreffen zur Finanzlage der Union – geplant.

Der Protest richtet sich gegen Einsparungen im Personalbereich. Nach Gewerkschaftsangaben sollen die Finanzmittel für die Behörden um 5 bis 10 Milliarden Euro auf 63 Milliarden Euro gekürzt werden. Dies könnte den Verzicht auf bis zu 11 000 europäische Beamte bedeuten. Das sind so viele wie in Luxemburg als Beamte für die EU tätig sind. Befürchtet wird auch eine zunehmende Konzentration in Brüssel, auf Kosten des EU-Standorts Luxemburg.

Die Beamten wollen nicht als einzige Opfer einer gesamteuropäischen Sparpolitik dastehen. Sie müssen bereits eine Anhebung des Rentenalters von 60 auf 63 Jahre hinnehmen. Nun steht auch ein Renteneintrittsalter von 65 Jahren auf der Agenda.

(L'essentiel Online/Mathieu Vacon)

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