Imvanex: EU-Kommission genehmigt Affenpocken-Impfstoff

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ImvanexEU-Kommission genehmigt Affenpocken-Impfstoff

Bavarian Nordics Impfstoff ist ab sofort in der EU nicht nur für Menschenpocken, sondern auch als Wirkstoff gegen die sich ausbreitenden Affenpocken zugelassen.

Luxemburg hat 2500 Impfdosen über die EU bestellt. (Symbolbild)

Luxemburg hat 2500 Impfdosen über die EU bestellt. (Symbolbild)

DPA

Die EU-Kommission hat den Impfstoff Imvanex gegen Affenpocken zugelassen. Wie ein Sprecher der EU-Kommission bestätigte, folgte die Behörde am Montag einer Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde und genehmigte das Präparat des Unternehmens Bavarian Nordic zum Schutz von Erwachsenen gegen die Affenpocken. Zuvor hatte Bavarian Nordic die Entscheidung öffentlich gemacht.

Bislang war der Impfstoff auf EU-Ebene nur zum Schutz von Erwachsenen gegen Menschenpocken zugelassen. Deutschland und einige andere Länder hatten jedoch bereits nationale Ausnahmeregelungen für den Einsatz gegen Affenpocken gewährt.

Die aktuelle Entscheidung gilt nun für alle 27 EU-Staaten sowie für Island, Liechtenstein und Norwegen. Bereits am Freitag hatte sich die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) in Den Haag dafür ausgesprochen, die Zulassung auf Affenpocken auszuweiten. In der Regel folgt die EU-Kommission diesen Entscheidungen.

«Notlage von internationaler Tragweite»

Die EU hatte zuletzt bereits zwei Verträge über insgesamt 163.620 Dosen des Impfstoffs von Bavarian Nordic abgeschlossen. In den USA ist das Präparat unter dem Namen Jynneos zugelassen.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides äußerte sich angesichts schnell steigender Fallzahlen in der EU zuletzt besorgt. Die WHO erklärte den Affenpocken-Ausbruch am Wochenende zu einer «Notlage von internationaler Tragweite».

14 Affenpockenfälle sind inzwischen in Luxemburg registriert worden Das Gesundheitsministerium erinnerte daran, sich gegen das Virus zu schützen und Risikosituationen zu vermeiden. «Zu den Schutzmaßnahmen gehören regelmäßiges Händewaschen mit Seife, gemeinsame Benutzung von Bettwäsche und Handtüchern mit infizierten Personen oder Personen, die mit Infizierten in Kontakt gekommen sind, zu vermeiden, sowie der Schutz bei sexuellem Kontakt»

Eine Impfung gegen Affenpocken kann in Luxemburg laut Gesundheitsministerin Lenert nur bekommen, wer «ein sehr hohes Risiko hat, eine schwere Form der Krankheit zu entwickeln»

(Deutsche Presse-Agentur GmbH)

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