Atomstreit mit Iran – EU will Iran den Ölhahn abdrehen

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Atomstreit mit IranEU will Iran den Ölhahn abdrehen

Im Atomstreit mit dem Iran rückt die Verhängung eines Öl-Einfuhrstopps durch die EU näher. Aus den USA gibt es dafür Applaus.

Der Druck auf den Iran und Präsident Mahmud Ahmadinedscha wächst.

Der Druck auf den Iran und Präsident Mahmud Ahmadinedscha wächst.

AFP

Im Atomstreit mit dem Iran rückt die Verhängung eines Öl-Einfuhrstopps durch die Europäische Union nach Angaben der französischen Regierung näher. «Am 30. Januar werden die Europäer hoffentlich ein Öl-Embargo verabschieden», sagte Außenminister Alain Juppé nach Berichten der Zeitung «Le Figaro» am Mittwoch bei einem Besuch in Lissabon. Die Verhandlungen der EU-Partner seien vor dem Treffen am Monatsende auf «gutem Wege». Die USA begrüßten die Entwicklung unterdessen

Bedenken gebe es noch bei Griechen und Italienern, die besonders stark von iranischen Öleinfuhren abhängig seien. Jedoch werde nach Alternativen gesucht, sagte Juppé. Zur Zeit fänden Verhandlungen mit Saudi-Arabien statt. Der größte Erdölproduzent des Nahen Ostens sei bereit, den Ausfall des iranischen Erdöls zu kompensieren.

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland, begrüßte die Schritte der Europäer als «sehr gute Neuigkeiten. Das ist die Art von Schritten, die wir gerne sehen möchten, nicht nur von unseren engen Verbündeten etwa in Europa, sondern von Ländern überall auf der Welt», betonte sie. «Das zieht die Schlinge um den Iran wirtschaftlich zu. Wer die Aufmerksamkeit des Irans haben möchte, der sollte den Ölsektor im Auge haben.»
«Ein Öl-Embargo wird den Iran schmerzen, denn er wird Schwierigkeiten haben, sein Öl anderweitig zu verkaufen», meinte auch der französische Außenminister Alain Juppé.

L'essentiel Online /

(dpa)

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