Eurovision-Blues – Euroländer lassen ESC aus Geldnot sausen
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Eurovision-BluesEuroländer lassen ESC aus Geldnot sausen

Luxemburg ist bereits seit Jahren beim Eurovision Song Contest nicht mehr dabei. Die Angst vor dem Sieg und den Folgekosten führt nun zum Rückzug weiterer Länder.

In Malmö sind im nächsten März möglicherweise etliche regelmäßige Teilnehmer nicht am Start, weil das Geld für die Teilnahme fehlt und die Ausrichtung des Contests im Folgejahr im Fall eines Siegs wohl zum finanziellen Waterloo führen würde, wie CNN berichtet.

Polen, Portugal, die Slowakei und Bosnien-Herzegowina hätten demnach ihre Nicht-Teilnahme mit ihren ökonomischen Sorgen begründet. Und auch Tschechien sowie Griechenland seien geneigt, die Eurovisionsveranstaltung im nächsten Jahr sausen zu lassen. Luxemburg ist aus diesem Grund bereits seit Jahren nicht mehr im Gesangswettbewerb vertreten.

Eine Teilnahme koste eine sechsstellige Summe, und die Ausrichtung der Veranstaltung könne in die Abermillionen gehen, erklärt Paddy O'Connell, ehemaliger ESC-Kommentator der BBC. Zudem: «In Griechenland wird man sich fragen, ob es angebracht sei, Millionen in diese Veranstaltung zu buttern, wenn gleichzeitig das eigene Volk auf der Straße steht?»

Griechenland, das ein Schrumpfen seiner Wirtschaft um minus 4,5 Prozent prognostiziert, hat (noch) nicht abgesagt, aber Portugal, das ebenfalls eine geringere Wirtschaftsleistung erwartet, hat keine Lust auf teures «Tralala und Hoppsassa», wie es Paddy O'Connell sinngemä nennt. In guten Zeiten könne das ja ganz lustig sein, aber in schlechten sei es eine Frage der Prioritäten.

Der CNN-Bericht:

(L'essentiel Online/bem)

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