Korruptionsaffäre: Eva Kaili will bei ihr sichergestelltes Geld nie gesehen haben

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KorruptionsaffäreEva Kaili will bei ihr sichergestelltes Geld nie gesehen haben

Das Europäische Parlament wird seit der Festnahme Kailis und weiterer Beschuldigter von dem massiven Korruptionsskandal erschüttert. Laut des Anwalts der Ex-Vizepräsidentin ist diese unschuldig.

12.12.2022, Frankreich, Straßburg: Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, hält ihre Rede während einer Sondersitzung zum Thema Lobbyismus. Metsola hat die mutmaßliche Bestechung ihrer Vertreterin Kaili als Angriff auf die europäische Demokratie bezeichnet. Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wegen mutmaßlicher Bestechung hat das EU-Parlament Eva Kaili am Dienstag abgesetzt.

Jean-Francois Badias/AP/dpa

Die abgesetzte Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Eva Kaili, hat nach Angaben ihres Anwalts nichts mit dem bei ihr sichergestellten Bargeld zu tun. Sie habe «von der Existenz dieses Geldes nichts gewusst», sagte ihr Anwalt Michalis Dimitrakopoulos am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die 44-Jährige sei «unschuldig». Nur ihr Lebensgefährte, der ebenfalls wegen Korruptionsvorwürfen festgenommene Italiener Francesco Giorgi, könne «Antworten auf die Existenz dieses Geldes» geben.

Das Europäische Parlament wird seit der Festnahme Kailis und weiterer Beschuldigter am Freitag von dem massiven Korruptionsskandal erschüttert. Am Dienstag setzte das EU-Parlament die griechische Abgeordnete mit überwältigender Mehrheit als Vizepräsidentin ab. Kaili steht im Verdacht, von Katar dafür bezahlt worden zu sein, sich für seine Interessen einzusetzen. Allein in ihrer Wohnung in Brüssel sollen laut belgischen Justizkreisen 150.000 Euro gefunden worden sein.

Kaili sowie drei weitere Verdächtige wurden am Sonntag von den belgischen Behörden in Untersuchungshaft genommen. Ihnen wird «Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Korruption» vorgeworfen. Am Mittwoch soll bei einer Anhörung vor Gericht entschieden werden, ob sie bis zum Beginn ihres Prozesses in Haft bleiben.

(AFP)

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