40 Tage Burger und Pizza – Ex-McDonald’s-Manager speckt mit Fast Food ab

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40 Tage Burger und PizzaEx-McDonald’s-Manager speckt mit Fast Food ab

Der ehemalige McDonald’s-Topmanager Harald Sükar will mit einer Burger- und Pizza-Diät zeigen, dass Fast Food gesund sein kann und Fast-Food-Ketten ihre Menüs anpassen sollten.

Mit Burger und Pizza abnehmen, das verspricht die neue Diät des Ex-McDonald's-Managers Harald Sükar. Der Österreicher hat in einem Selbstexperiment 40 Tage nur von Fast Food gelebt und ein Buch darüber geschrieben.

Noch vor zwei Jahren ging der ehemalige McDonald’s-Chef hart ins Gericht mit der Fast Food-Branche: In seinem ersten Buch warnte er vor dem schnellen Essen – es mache dick und sei ungesund. Seine Fast Food-Diät sei aber kein Widerspruch dazu, erklärt Sükar.

«Meine Diät zeigt, dass Fast Food auch gesund sein kann.» Dafür setzte Sükar auf proteinreiches Brot, zuckerfreies Ketchup und Pommes aus Süßkartoffeln. So habe er unter ärztlicher Begleitung 10 Kilogramm abgenommen und seine Gesundheitswerte verbessert. «Und das Essen hat genauso gut geschmeckt wie bei McDonald’s.»

Für den Branchenexperten steht damit fest: Auch Fast Food-Ketten wie McDonald’s und Co. könnten gesundes Essen verkaufen. «Die Preise würden dabei höchstens 10 Prozent steigen, wenn überhaupt», sagt Sükar.

Kunden können zwischen Pommes und Salat entscheiden

Ob McDonald's Interesse daran hat, die Gerichte gesünder zu gestalten, beantwortet der Fast Food-Riese nicht. Eine Mediensprecherin sagt lediglich: «Gäste können sich bei uns aus dem Sortiment ein ausgewogenes Menüs selber zusammenstellen.» So gibt es statt Pommes auch Salat zum gleichen Preis.

Auf diversen Plattformen informiere McDonald’s zudem darüber, woher die Zutaten kommen und welche Nährwerte die Menüs aufweisen. «Entscheidend ist für uns, auf den Gast zu hören und seinem Anspruch an den Geschmack, die Qualität und Transparenz gerecht zu werden.»

Fast Food sollte weniger Fett und Zucker enthalten

Ernährungsexpertin Christine Brombach von der ZHAW unterstützt die Idee, dass Fast Food-Ketten auf gesündere Zutaten setzten sollten. Wichtig sei dabei weniger Fett und Zucker sowie mehr nahrungsfaserreichere Produkte, also beispielsweise Vollkorn- statt Weißmehl.

Brombach zeigt sich aber kritisch gegenüber einer Fast Food-Diät. «Jeder Mensch hat einen anderen Stoffwechsel, beim Essen kann nicht von der Erfahrung eines Individuums, wie hier Herrn Sükar, auf die Allgemeinheit geschlossen werden», erklärt Brombach.

Selbst gekocht ist nicht unbedingt Fast Food

Um die Diät wissenschaftlich zu belegen, brauche es eine Studie mit verschiedenen Versuchspersonen. «Denn es ist wichtig zu wissen, wie groß die Portionen sind und wie viel Bewegung man nebenbei hat und wie lange solch eine Diät durchgeführt wird.» Wer abnehmen wolle, sollte daher besser auf bewährte Diäten zurückgreifen.

Dass selbst gekochtes Essen meist gesünder ist, unterstützt Brombach: Zuhause könne man selbst entscheiden, wie viel Fett und Zucker das Essen enthält. Fraglich sei, ob es sich dann noch um Fast Food handelt – es koste schließlich Zeit, eine Mahlzeit selbst herzustellen.

(L'essentiel/Barbara Scherer)

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