Experten berichten über Aufarbeitung von Missbrauchsskandal an Uniklinik

Publiziert

SaarbrückenExperten berichten über Aufarbeitung von Missbrauchsskandal an Uniklinik

Von 2010 bis 2014 soll ein mittlerweile verstorbener Assistenzarzt am UKS in Homburg mehrere Kinder bei Untersuchungen sexuell missbraucht haben. Eine unabhängige Expertenkommission fasst ihre bisherige Arbeit zusammen.

Der beschuldigte Arzt verstarb bereits vor sechs Jahren.

Der beschuldigte Arzt verstarb bereits vor sechs Jahren.

DPA

Experten einer unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des Skandals um sexuellen Missbrauch von Kindern am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) bilanzieren ihre bisherige Arbeit. Ein Jahr nachdem die Kommission ihre Tätigkeit aufgenommen hat, will ihr Vorsitzender Jörg Ziercke an diesem Donnerstag (10.00 Uhr) zudem einen Ausblick zur weiteren Konzeption der Aufarbeitung geben.

Auch die Ärztliche Direktorin der Uniklinik, Prof. Jennifer Diedler, die Beiratsvorsitzende Christine Bergmann und der langjährige Sprecher der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch, werden an einer Pressekonferenz in Saarbrücken teilnehmen.

Im Juni 2019 war bekanntgeworden, dass ein 2016 gestorbener Assistenzarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie am UKS in Homburg von 2010 bis 2014 mehrere Kinder bei Untersuchungen sexuell missbraucht haben soll. Die Staatsanwaltschaft hatte damals wegen 34 Verdachtsfällen ermittelt – das Verfahren aber nach dem Tod des Arztes eingestellt. Die Eltern der betroffenen Kinder waren über Jahre nicht informiert worden: Das erfolgte erst im Sommer 2019.

(DPA)

Deine Meinung

0 Kommentare