Sicherheit geht vor – Experten fordern zusätzliche Regeln für E-Tretroller

Publiziert

Sicherheit geht vorExperten fordern zusätzliche Regeln für E-Tretroller

Vor einem Jahr hat Deutschland die elektrischen Flitzer im Straßenverkehr offiziell erlaubt. Jetzt fordern Sicherheitsexperten strengere Regeln für Nutzer und Anbieter.

Experten fordern das Mindestalter der Nutzer anzuheben.

Experten fordern das Mindestalter der Nutzer anzuheben.

DPA/Hauke-christian Dittrich

Ein Jahr nach der Zulassung von Elektro-Tretrollern im Straßenverkehr fordern Experten umfassende zusätzliche Regeln für mehr Sicherheit. Dazu gehören die verpflichtende Ausstattung mit Blinkern, automatische Tempodrosselungen für Leihroller und ein höheres generelles Mindestalter für die Nutzung - 15 statt bisher 14 Jahre. Das sehen Empfehlungen des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) und der Prüfgesellschaft Dekra vor.

E-Tretroller dürfen seit einem Jahr im Straßenverkehr unterwegs sein. Dafür legt eine seit 15. Juni 2019 geltende Verordnung technische Voraussetzungen und Verhaltensregeln fest. Die Gefährte dürfen zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde (km/h) schnell sein. Gefahren werden muss auf Radwegen - gibt es keine, auf der Fahrbahn. In mehreren Städten bieten Verleihfirmen E-Tretroller an.

Tempodrosselung für Anfänger

Verkehrssicherheitsrat und Dekra empfehlen außerdem automatisierte Tempobegrenzungen - etwa für Einsteiger, die das Fahrverhalten noch nicht kennen. Um die Sturzgefahr zu minimieren, sollten Leihanbieter die Geschwindigkeit von E-Scootern bis zur dritten Fahrt auf 10 bis 15 km/h drosseln. Dies gelte ebenfalls wetterabhängig, zum Beispiel wenn Fahrbahnen bei starkem Regen glatt sind.

Zu empfehlen seien automatische Tempo-Drosselungen auch spätabends, an Wochenenden und rund um größere Veranstaltungen. Denn zuletzt seien auffällig viele Alkoholdelikte bei Nutzern von E-Scootern festgestellt worden.

(L'essentiel/dpa)

Deine Meinung