Ein Schritt weiter – EZB-Rat stimmt für Yves Mersch

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Ein Schritt weiterEZB-Rat stimmt für Yves Mersch

Er sei «eine in Währungs- oder Bankfragen erfahrene Persönlichkeit», erklärt der EZB-Rat und begrüßt die Ernennung des Luxemburgers ins Direktorium der Europäischen Zentralbank.

Yves Mersch macht einen weiteren Karriereschritt.

Yves Mersch macht einen weiteren Karriereschritt.

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Der luxemburgische Notenbankchef Yves Mersch ist auf dem Sprung ins Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB). Der EZB-Rat habe keine Einwände gegen die Ernennung Merschs, teilte die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt mit. Der Luxemburger sei «eine in Währungs- oder Bankfragen anerkannte und erfahrene Persönlichkeit».

Die Euro-Finanzminister hatten Mersch Anfang Juli für den vakanten Posten im EZB-Direktorium vorgeschlagen. Der Luxemburger ist einer der dienstältesten Notenbankgouverneure im Eurogebiet und sitzt deshalb seit Jahrenim Rat der EZB. Eine endgültige Entscheidung zu der Toppersonalie muss von den Staats- und Regierungschef der Euroländer gefällt werden.

Junckers Weggefährte

Der 62-jährige Mersch gehört zu den engsten Weggefährten des Luxemburger Regierungschefs und Eurogruppen-Vorsitzenden Jean-Claude Juncker. Der Jurist und Währungsexperte gilt als Unterstützer des stabilitätspolitischen Kurses der Deutschen Bundesbank. Mersch steht der Luxemburger Zentralbank seit deren Gründung 1998 vor.

Das Direktorium der EZB besteht aus einem Präsidenten, einem Vize und - eigentlich - vier weiteren Direktoriumsmitgliedern, darunter dem Deutschen Jörg Asmussen. Den derzeit vakanten Posten soll Mersch einnehmen. Oberstes Entscheidungsgremium der EZB ist der Rat. Ihm gehören neben dem Direktorium die Vertreter der nationalen Notenbanken an.

(L'essentiel Online/dpa)

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