Mentale Gesundheit – Facebook macht traurig, sagt die Wissenschaft
Publiziert

Mentale GesundheitFacebook macht traurig, sagt die Wissenschaft

Je mehr wir Facebook nutzen, desto schlechter fühlen wir uns. So das Ergebnis einer Studie von renommierten US-Universitäten.

Fast eine Stunde am Tag verbringen Mitglieder im Schnitt auf Facebook. Das zeigen Daten des Unternehmens. Forscher der Universität von Kalifornien in San Diego und der Universität Yale haben nun die psychologischen Auswirkungen des Konsums untersucht und ziehen eine erschreckende Bilanz.

Während sich das Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl steigern, wenn Zeit mit realen Freunden verbracht wird, hat das soziale Netzwerk genau den gegenteiligen Effekt. Der Vergleich mit anderen Nutzern schade, und auch das Risiko von Internet-Sucht steige, sagen die Forscher.

Je länger, desto schlimmer

5208 Erwachsene wurden über längere Zeit zu ihrer Facebook-Nutzung und ihrem Wohlbefinden befragt. Demnach würden Freundschaften in der realen Welt erschwert, und es werde mehr Zeit mit ungesundem Sitzen verbracht.

Die Forscher lieferten auch gleich genaue Zahlen. So sei nach einem Anstieg der Likes um ein Prozent die mentale Gesundheit in verschiedenen Versuchen um fünf bis acht Prozent gesunken. Das Durchschnittsalter der untersuchten Personen lag mit 48 Jahren eher hoch.

Nicht allein Facebook schuld

Die Studie beschreibt jedoch auch den Effekt, dass Menschen, die sich unglücklich fühlen und nichts mit anderen zu tun haben wollen, eher Facebook nutzen würden. Ebenfalls mache die Nutzung des Netzwerks nicht dick, sondern Übergewichtige seinen einfach mehr auf Facebook vertreten.

Im Kern sei das Ausmaß der Facebook-Nutzung entscheidend, nicht die Qualität. Je mehr Zeit also in dem sozialen Netzwerk verbracht wird, desto schlimmer sind die Auswirkungen. Und die Ergebnisse würden durchaus auch für andere Plattformen gelten. Reale Interaktionen mit anderen Menschen könnten jedoch nicht ersetzt werden, wenn man ein glückliches Leben führen möchte.

(L'essentiel/swe)

Deine Meinung