«Project Spartan» – Facebook trickst Apple mit App-Store aus

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«Project Spartan»Facebook trickst Apple mit App-Store aus

Das größte soziale Netzwerk soll insgeheim an einem App-Angebot für das iPhone und iPad werkeln. Bereits in wenigen Wochen könnten Konsumenten eine Alternative zum offiziellen App Store erhalten.

Mit einem eigenen App-Store will sich Facebook ein Stück vom wachsenden App-Markt holen.

Mit einem eigenen App-Store will sich Facebook ein Stück vom wachsenden App-Markt holen.

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Wer auf Apples iPhone oder iPad Apps vertreiben will, kommt am offiziellen App Store nicht vorbei. Steve Jobs’ Konzern behält so nicht nur die Kontrolle über die Anwendungen auf Apple-Geräten, sein Unternehmen streicht auch 30 Prozent des Kaufpreises jeder App ein.

Facebook versucht nun anscheinend Apples-Dominanz zu durchbrechen, meldet techcrunch.com. Seit mehreren Monaten arbeite das Unternehmen an einem App-Store. Das bislang geheime Projekt soll bei Facebook intern unter dem Namen «Project Spartan» laufen.

App-Store im Web

Die alternative App-Plattform soll auf dem neuen Webstandard HTML5 basieren und im Webbrowser Safari laufen. Vermutlich handelt es sich dabei um Web-Apps, die nicht installiert werden müssen, indes auch nur mit einer Internetverbindung nutzbar sind. Apple erlaubt es Drittanbietern nicht, über fremde Websites Anwendungen zu installieren. Daher können ohne Jailbreak nur Apps aus dem offiziellen App Store auf Apple-Geräten installiert werden.

Rund 80 Programmierer seien damit beschäftigt, die ersten Applikationen wie Games oder News-Apps für Project Spartan zu schreiben. Die Absicht von Facebook scheint klar: Apples eigene Geräte sollen gegen den Konzern eingesetzt werden, um die Vormachtsstellung im App-Geschäft zu brechen. iPhone- und iPad-Nutzer hätten so bald eine Alternative zum vorinstallierten App Store.

Interessant für Game-Entwickler

Facebook bestätigt die Arbeiten an einem eigenen App-Store nicht. «Techcrunch» schreibt jedoch, man habe das Projekt selbst gesehen. Die Techsite will gar wissen, dass die ersten Anwendungen in wenigen Wochen fertig sein sollen und der Facebook App-Store kurz danach vorgestellt werde. Stimmt die Meldung, könnte Apple ernsthafte Konkurrenz erwachsen.

Die App-Store-Alternative soll auch sogenannte In-App-Verkäufe ermöglichen, was besonders für Game-Entwickler wie Zynga wichtig ist. Oft sind Smartphone-Games (fast) gratis, dafür werden die Käufer später für Fortsetzungen, weitere Levels und anderes zur Kasse gebeten.

L'essentiel Online/owi

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