Kristallkugel – Facebook weiss, wer sich bald verlieben wird

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KristallkugelFacebook weiss, wer sich bald verlieben wird

Facebook-Wissenschaftler behaupten, dass sie schon 100 Tage im Voraus wissen, wer sich ineinander verlieben wird. 18 Millionen Posts wurden analysiert.

Zwölf Tage vor dem Start einer Beziehung zwischen zwei Facebook-Mitgliedern seien die gegenseitigen Interessen am größten, sagen Analysten. (Bild: Facebook)

Zwölf Tage vor dem Start einer Beziehung zwischen zwei Facebook-Mitgliedern seien die gegenseitigen Interessen am größten, sagen Analysten. (Bild: Facebook)

Nutzen Sie Facebook und sind gerade verliebt? Dann stehen die Chancen gut, dass ein paar amerikanische Statistiker dies schon länger wissen als Sie selbst. Zwischen 2010 und 2013 hat der Forschungsdienst Facebook Data Science eine Studie über die Liebe durchgeführt und die Ergebnisse nun in mehreren Beiträgen auf dem internen Blog veröffentlicht. Für die Studie wurde das Verhalten von 460'000 Paaren und 18 Millionen Posts auf dem sozialen Netzwerk analysiert.

Die Studie zeigt, wie sich das Verhalten der Mitglieder ändert, wenn der Facebook-Status von «Single» auf «in eine Beziehung» geändert wird. Laut den Analysten ist bereits über drei Monate im Voraus zu erkennen, wann eine romantische Beziehung zwischen zwei Facebook-Mitgliedern entsteht. Wie der Statistiker Carlos Duik in einem Blog-Eintrag schreibt, könne dies anhand von Zahlen belegt werden.

«The Formation of Love»

«Während der 100 Tage, bevor eine Beziehung beginnt, haben wir eine langsame, aber stetige Zunahme von Timeline-Posts zwischen den künftigen Paaren ausgemacht», sagt Duik. Der Höhepunkt sei demnach rund zwölf Tage vor dem Beginn einer Beziehung erreicht: «Im Schnitt schreiben sich die künftigen Partner dann 1,67 Beiträge am Tag», schreibt der Statistiker im Beitrag namens «The Formation of Love».

Danach nimmt die Frequenz der Beiträge rasant ab und erreicht 85 Tage nach dem Beginn der Beziehung den Tiefpunkt mit 1,53 ausgetauschten Posts pro Tag. Aber das sei keine schlechte Sache – im Gegenteil, schreibt Duik: «Die Paare entscheiden sich vermutlich, mehr Zeit miteinander zu verbringen, wenn die Balzzeit vorüber ist. Die Online-Interaktionen ebnen der Weg zu mehr Kontakt in der realen Welt», sagt er.

«Im Sommer ist Schluss»

Dafür werden die ausgetauschten Nachrichten zwischen den Paaren immer liebestrunkener: Wörter wie «glücklich», «nett» und «Liebe» kämen immer öfter vor. Negative Begriffe wie «Hass», «Schmerz» oder «böse» werden dafür immer weniger verwendet. Neben dem Liebesstart haben die Statistiker auch das Schlussmachverhalten der Paare analysiert. So gibt es einen Jahreszeiten-Trend, wann die meisten Beziehungen in die Brüche gehen. Von Mai bis Juli würden sich laut Duik die meisten Paar wieder trennen. Im Monat Februar geschehe dies am seltensten. Wie die Forscher vermuten, könnte dies am Valentinstag liegen.

(L´essentiel/ tob)

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