Social-Media-Wettbewerb – Facebooker jagen Juwelendiebe

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Social-Media-WettbewerbFacebooker jagen Juwelendiebe

In Europa und Nordamerika findet am Samstag ein groß angelegtes Internet-Experiment statt, bei dem 5000 Dollar winken. Doch die Verbrecher-Fahndung hat einen Haken.

Wer einen der gesuchten Verbrecher auf offener Straße sieht, soll ihn fotografieren. (Bild: Screenshot tag-challenge.com)

Wer einen der gesuchten Verbrecher auf offener Straße sieht, soll ihn fotografieren. (Bild: Screenshot tag-challenge.com)

Am Samstag, 31. März, um 8 Uhr morgens, beginnt die Menschenjagd. Daran beteiligen können sich Facebook-Mitglieder in Europa und Nordamerika. Das Ziel: Einer internationalen Bande von Juwelendieben soll das Handwerk gelegt werden. Die mutmaßlichen Mitglieder sind in London, Bratislava, Stockholm, New York City und Washington DC untergetaucht und sollen nun anhand von Fahndungsfotos aufgespürt werden. Als Belohnung winken 5000 Dollar. Keine virtuellen Facebook-Taler, sondern richtige amerikanische Dollars.

Was nach einer fragwürdigen Hetzjagd klingt, ist in Tat und Wahrheit ein Social-Media-Wettbewerb namens «Tag Challenge». Hinter dem Wettbewerb verbirgt sich die offenbar ernst gemeinte Frage, ob eine weltweite Social Community wie Facebook den Behörden behilflich sein kann. Etwa bei der Suche nach Verbrechern oder anderen grenzübergreifenden Aufgaben.

Von US-Regierung gesponsert

In der simulierten Verbrecherjagd geht es darum, dass sich Facebook-Nutzer auf verschiedenen Kontinenten organisieren. Sie sollen die fünf mutmaßlichen Verbrecher ausfindig machen und fotografieren. Die gesuchten Personen laufen während 12 Stunden durch die Straßen und tragen ein auffälliges T-Shirt. Teamwork ist zwingend erforderlich: Denn nur wer alle fünf Verbrecherbilder auf die Wettbewerbs-Website hochlädt, gewinnt.

Und jetzt wird es komisch: Der «unabhängige Non-Profit-Anlass» wird vom US-Außenministerium und der amerikanischen Botschaft in Prag gesponsert. Laut Angaben auf der Website stammt das Konzept von einer Gruppe von Studenten aus sechs verschiedenen Ländern.

Sie wollen mithilfe des Wettbewerbs herausfinden, wie die «transatlantische Sicherheit» (Europa/Nordamerika) verbessert werden kann. Die Veranstalter versichern, dass alle wissenschaftlichen Erkenntnisse anschließend im Internet veröffentlicht würden. Der Anlass stehe mit keiner Strafverfolgungs-Behörde in Verbindung.

(L'essentiel Online)

Luxemburgische Polizei will Facebook-Freunde sammeln

Ab Montag setzt auch die Polizei in Luxemburg auf Facebook. Nach ihrem Twitter-Auftritt will die Polizei dadurch nicht nur schnell informieren, sondern besser mit jungen Bürger kommunizieren. Auch zur Verbesserung der «öffentlichen Ordnung» soll der Facebook-Auftritt beitragen.

Nächster Schritt für die Polizei: Eine eigene App für Smartphones.

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