Nur unter 21 – Facebooks neue Video-App schließt Erwachsene aus

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Nur unter 21Facebooks neue Video-App schließt Erwachsene aus

Auf Lifestage erzählen User in kurzen Videos aus ihrem Leben. Sehen können das aber nur Personen unter 21 Jahren. Alle anderen müssen draußen bleiben.

Facebooks neuester Streich trägt den Namen Lifestage. Die iOS-App stellt den Nutzern unter anderem Fragen über ihre Interessen, Hobbys und Abneigungen, die diese ausschließlich mit kurzen Clips beantworten können – eine Art Video-Biographie. Downloaden kann die App jeder, uneingeschränkt nutzen können sie jedoch nur Personen unter 21 Jahren.

Das Unternehmen begründet diese Einschränkung gegenüber Techcrunch.com damit, dass Lifestage – ähnlich wie Facebook zu Beginn – nur für Schüler gedacht sei. Mithilfe der App sollen sich Klassenkameraden besser kennenlernen.

Privatsphäre gibt es nicht

Wer sich anmeldet, sieht die Video-Profile von Mitschülern, die gerade in der Nähe sind. Das funktioniert aber erst, wenn sich mindestens 20 Leute der gleichen Schule registriert und ihr Netzwerk so freigeschaltet haben. Pikant: Alle geposteten Inhalte sind umgehend öffentlich, es gibt keine Möglichkeit für strengere Privatsphären-Einstellungen.

Entwickelt wurde die App vom 19-jährigen Michael Sayman, der sich bereits im Teenager-Alter mit selbstkreierten Anwendungen einen Namen machte und so sein Bankkonto füllte. Seit zwei Jahren arbeitet er für Mark Zuckerberg.

Lifestage ist seit Montag im amerikanischen App Store erhältlich und soll dem erfolgreichen Video-Dienst Snapchat Konkurrenz machen. Ob und wann die Anwendung in die Schweiz kommt, ist noch nicht bekannt.

(L'essentiel/lia)

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