Ostküste : Fäkal-Bakterien im Meer – Badeverbot an zahlreichen Stränden Italiens

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Ostküste Fäkal-Bakterien im Meer – Badeverbot an zahlreichen Stränden Italiens

Weil das Meer an einigen Stellen der Ostküste zu stark mit Fäkal-Bakterien belastet ist, werden nun Badeverbote ausgesprochen.

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Auch Rimini ist vom Badeverbot betroffen.

Auch Rimini ist vom Badeverbot betroffen.

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Die betroffenen Orte reichen von Goro über verschiedene Orte rund um Rimini bis nach Cattolica.

Die betroffenen Orte reichen von Goro über verschiedene Orte rund um Rimini bis nach Cattolica.

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Der Maßnahme vorausgegangen war eine Untersuchung der regionalen Umweltagentur Arpae.

Der Maßnahme vorausgegangen war eine Untersuchung der regionalen Umweltagentur Arpae.

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Aufgrund einer ungewöhnlich hohen Belastung mit Fäkal-Bakterien mussten die Behörden in Italien an zahlreichen Stränden Badeverbote aussprechen. Unter den insgesamt rund 30 betroffenen Orten befindet sich auch der beliebte Badeort Rimini.

Der Maßnahme vorausgegangen war eine Untersuchung der regionalen Umweltagentur Arpae. Diese hat erhöhte Werte von Escherichia-coli-Bakterien festgestellt. In 28 der 98 untersuchten Orten wurden die zulässigen Grenzwerte überschritten.

Woher die enorm hohe Belastung kommt, ist allerdings ein Rätsel. Denn derart hohe Werte treten für gewöhnlich nur innerhalb von 24 Stunden nach starken Regenfällen auf. Da Italien aber wie viele Länder zuletzt mit massiver Trockenheit zu kämpfen hatte, lässt sich die Belastung so nicht erklären.

Rimini versteht Aufregung nicht

Die betroffenen Orte reichen von Goro über verschiedene Orte rund um Rimini bis nach Cattolica. Seitens Arpae betont man, dass weitere Analysen von Proben aktuell noch im Gange seien.

In Rimini selbst versteht man die Aufregung indes nicht. Tests, die durch die Gemeinde selbst durchgeführt wurden, hätten keine erhöhten Werte gezeigt. Dabei seien die Tests von einer externen Firma analysiert worden. Die Proben, so heißt es, seien an denselben Orten und nur wenige Minuten – die Rede ist von rund einer halben Stunde – nach den Probenentnahmen der Arpae durchgeführt worden. Die Gemeinde teilt deswegen mit, dass die Gewässer Riminis – entgegen des Badeverbots – «perfekt zum Baden geeignet» seien.

Das sind die betroffenen Ortschaften bzw. Strände

Das sind die betroffenen Ortschaften bzw. Strände

  • Strand von Goro

  • Bellaria (Rio Pircio)

  • Torre Pedrera (Cavallaccio)

  • Viserba (La Sortie, Spina-Sacramora)

  • Rivabella (Turchetta)

  • Rimini (Marecchia-Mündung, Ausa)

  • Bellariva (Colonnella)

  • Marebello (Marco-Polo-Institut)

  • Miramare (Roncasso, Rio asse nord)

  • Riccione (Marano-Mündung, Fogliano Marina, Kanalhafen, Burgo-Kolonie)

  • Misano Adriatico (Rio Aberello, Rio Agina)

  • Cattolica (Ventena-Strom)

  • Cervia (Pinarella)

  • Bellaria (Mündung der Vena 2, Mündung des Uso, Pedrera grande)

  • Torre Pedrera (Pedrera grande Sud)

(heute.at/fur)

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