Lützerath: «Fake-Festnahme?» – Klimaaktivistin Greta Thunberg posiert mit Polizei

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Lützerath«Fake-Festnahme?» – Klimaaktivistin Greta Thunberg posiert mit Polizei

Klimaaktivistin Greta Thunberg ist am Dienstag zusammen mit einer Gruppe anderer Demonstrierender bei einer Protestaktion vorübergehend von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Nun werden Zweifel an der Echtheit dieser Szenen laut.

17.01.2023, Nordrhein-Westfalen, Erkelenz: Polizisten tragen die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg (M) aus einer Gruppe von Demonstranten und Aktivisten heraus und vom Rand des Braunkohlentagebaus Garzweiler II weg. Aktivisten und Kohle-Gegner setzen ihre Proteste am Dienstag an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen fort. Foto: Roberto Pfeil/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Polizisten tragen die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg (M) aus einer Gruppe von Demonstranten und Aktivisten heraus und vom Rand des Braunkohlentagebaus Garzweiler II weg.

Roberto Pfeil/dpa

Klimaaktivisten haben am Dienstag an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen ihren Proteste gegen den Abbau von Braunkohle und den Abriss von Lützerath fortgesetzt. Folglich wurden etlicher der Demonstranten von der Polizei abgeführt – auch Klimaaktivistin Greta Thunberg. Auf Bildern in sozialen Netzwerken war zu sehen, wie mehrere Polizisten Thunberg wegtrugen. Von einer Festnahme der schwedischen Klimaaktivistin schrieb auf Twitter unter anderem die Initiative Alle Dörfer bleiben, die sich bei Thunberg für ihre Unterstützung bedankte.

Nun kursieren jedoch Videos in Sozialen Medien, die zeigen, wie Greta Thunberg in Lützerath von zwei Polizisten festgehalten wird und Journalisten und Journalistinnen Fotos der Szene machen. «Die internationale Aktivistin, Greta Thunberg, faked ihre eigene Festnahme», oder so ähnlich lauten viele Kommentare.

Am Dienstag hatte es Mitteilungen von Klimaktivistinnen und -aktivisten über eine Festnahme Thunbergs gegeben. Bei den in Gewahrsam genommenen Menschen ging es laut Polizei um eine Zahl «im mittleren zweistelligen Bereich», sie nannten Thunberg jedoch nicht explizit.

Die Personen hätten im Polizeigewahrsam verbleiben müssen, bis von allen die Identität festgestellt worden sei. Wenn einige dies nicht wollten, «dann müssen alle warten», sagte Polizeisprecherin Dana Zimmermann. Um eine Festnahme im juristischen Sinn handelte es sich aber nicht, so die Polizei.

(afp/dpa)

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