Luxemburg wählt aus – Familien aus Syrien reisen bis zum Sommer an

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Luxemburg wählt ausFamilien aus Syrien reisen bis zum Sommer an

LUXEMBURG - Das Großherzogtum nimmt 60 Flüchtlinge aus Syrien auf. Kinderreiche Familien und Alleinerziehende werden ausgewählt und sollen bis Juni anreisen.

Außenminister Jean Asselborn (LSAP) traf seinen jordanischen Kollegen in Amman, um über die Aufnahme syrischer Flüchtlinge zu sprechen.

Außenminister Jean Asselborn (LSAP) traf seinen jordanischen Kollegen in Amman, um über die Aufnahme syrischer Flüchtlinge zu sprechen.

SIP

60 Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien sollen im ersten Halbjahr 2014 in Luxemburg ankommen. Das hat Außenminister Jean Asselborn (LSAP) am Montagabend im Rahmen eines Besuchs in Jordanien versichert. Die Flüchtlinge, die über Jordanien nach Luxemburg kommen, werden vor Ort ausgewählt.

Luxemburg will demnach vor allem «alleinerziehenden Eltern und kinderreichen Familien eine Zukunft bieten», wie Asselborn erklärte. Die Flüchtlinge, die in Luxemburg ein neues Zuhause finden werden, will die Regierung vor Ort mit Hilfe der Internationalen Organisation für Migration (OIM) und des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) auswählen. Diese eher technische Mission wird von Mitte bis Ende Januar im jordanischen Amman stattfinden. Wo die Flüchtlinge in Luxemburg untergebracht werden, ist noch nicht offiziell entschieden. Es deutet einiges darauf hin, dass sie in Weilerbach unterkommen könnten.

Jean Asselborn versicherte, er sei sich «der schwierigen Lage der syrischen Flüchtlinge und der wichtigen Hilfe des jordanischen Staates bewusst, die er leistet, in dem die Menschen dort vorübergehend aufgenommen werden.» Auch über eine politische Lösung des Konfliktes in Syrien diskutierte Asselborn mit seinem jordanischen Gastgeber, dem Außenminister des Königreichs Jordanien, Nasser Judeh. Bereits Anfang September hatte der Ministerrat die Aufnahme von 60 Flüchtlingen beschlossen.

(L'essentiel Online)

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