Kindergeld und Co. – Familien gehen 13 Prozent an Hilfen verloren
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Kindergeld und Co.Familien gehen 13 Prozent an Hilfen verloren

LUXEMBURG – Steigen die Preise, steigen dank Indexierung die Gehälter - aber nicht die Familienleistungen. Dagegen wenden sich nun die Angestelltenkammer und der OGBL.

Familien mit Kindern verlieren an Kaufkraft, rechnen OGBL und CSL vor.

Familien mit Kindern verlieren an Kaufkraft, rechnen OGBL und CSL vor.

DPA

«Wenn die Familienleistungen immer dem Index unterzogen worden wären, würde dieser Betrag heute - nach fünf Erhöhungen - automatisch 13,1 Prozent über dem liegen, der 2005 festlegt wurde.» Ausgehend von dieser Berechnung wollen die Angestelltenkammer (CSL) und die Gewerkschaft OGBL nun gegen den Verlust der Kaufkraft von Familien mit Kindern protestieren – die CSL mittels einer Studie, der OGBL mit mehreren Aktionen. Am ersten Tag nach den Schulferien wird der OGBL vor Schulen Flyer in Luxemburgisch, Portugiesisch und Französisch verteilen.

Durch die Nicht-Indexierung gehen einer Familie mit zwei Kindern laut CSL 50 Euro an Hilfen pro Monat verloren. Obwohl die Politik den Kinderbonus eingeführt hat, nachdem die automatische Erhöhung der Familienleistungen am 28. April 2006 abgeschafft worden war, konnte der Kaufkraftverlust laut der Angestelltenkammer nicht ausgeglichen werden.

Auch Elternurlaub geringer

Auch die Hilfen des Elternurlaubs werden nicht mehr automatisch angepasst. Seit dem 1. Oktober 2005 liegt der Betrag bei monatlich 1 778,31 Euro. Mit Indexierung würde er heute 2 011,99 Euro betragen. Ähnliches gilt für die Mutterschafts-, Geburts-, Schulanfangs- und Erziehungszulage.

Die CSL kommt zu dem Ergebnis, dass trotz der Einführung des Kinderbonus und der Chèques Service Familien zwischen 2005 und 2012 bezogen auf die staatlichen Hilfen im Durchschnitt zwischen 7 und 8 Prozent an Kaufkraft verloren haben.

(L'essentiel Online/Patrick Théry)

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