Großkonzern – Fanuc investiert in seinen Standort Luxemburg

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GroßkonzernFanuc investiert in seinen Standort Luxemburg

LUXEMBURG - Mit Fanuc verstärkt der größte Hersteller von Industrierobotern weltweit seine Tätigkeit im Großherzogtum. Die Japaner nehmen viel Geld in die Hand.

Der japanische Konzern Fanuc vergrößert seine Zweigstelle in Luxemburg.

Der japanische Konzern Fanuc vergrößert seine Zweigstelle in Luxemburg.

FANUC-Europe

Der japanische Elektroriese Fanuc erweitert seinen Standort Luxemburg. Bisher hatte er einen Sitz in Echternach. Nun wird die Firma zusätzlich eine Halle auf dem Findel nutzen. Der japanische Konzern baut jedes Jahr 18.000 Industrieroboter für die Automobil- und Lebensmittelbranche auf der ganzen Welt. In der 11.000 m² großen Halle werden die Reparaturen der Roboter aus Europa durchgeführt. Zuvor war dieser Arbeitsbereich in den Niederlanden stationiert. Allerdings ist das Lager auf dem Findel nur eine Übergangslösung. Im Frühjahr plant das Unternehmen in Contern auf einer Fläche von 20.000 m² eine Niederlassung zu bauen. Dort sollen die Maschinen künftig gelagert werden.

Am Donnerstag zeigte sich Wirtschaftsminister Étienne Schneider (LSAP) stolz darüber, die Entwicklung eines prestigeträchtigen Unternehmens wie Fanuc im Großherzogtum als Drehscheibe in Europa zu verkünden. «Dieses Projekt trifft genau unsere Vorstellungen, ein Logistikzentrum für Europa zu sein», sagte Schneider.

Zehn Millionen Euro werden investiert

Die asiatische Firma hat weltweit 7500 Angestellte. In den nächsten zwei Jahren sollen weitere 50 bis 90 Arbeitsplätze geschaffen werden. In Luxemburg soll die Zahl der Mitarbeiter bis Ende 2017 bei 250 bis 300 liegen. Das Aufgabengebiet erstreckt sich hauptsächlich von Anpassungen und Reparaturen (Echternach) über Lagerung und Lieferung zu den Kunden (Findel/Contern).

Laut Olaf Gehrels, Geschäftsführer von Fanuc Europa, soll auch Echternach von der Erweiterung profitieren. So sollen für die Mitarbeiter zum Beispiel Wohnungen entstehen. «Im nächsten Jahr plant Fanuc zehn Millionen Euro zu investieren, um seine Position in Luxemburg zu stärken», verdeutlicht Gehrels.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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