LUXEMBURG: «Fast 40 Einsätze pro Tag wegen Wespennester»

Publiziert

LUXEMBURG«Fast 40 Einsätze pro Tag wegen Wespennester»

LUXEMBURG - Wespen sind massiv ins Großherzogtum zurückgekehrt und den Unternehmen, die mit der Neutralisierung der Wespen beauftragt sind, geht die Arbeit nicht aus.

Die Firmen, die mit der Beseitigung störender Wespennester beauftragt sind, haben in letzter Zeit alle Hände voll zu tun.

Die Firmen, die mit der Beseitigung störender Wespennester beauftragt sind, haben in letzter Zeit alle Hände voll zu tun.

Frédéric Lambert

Dank des relativ trockenen Frühjahrs haben sich die Wespen in Luxemburg stark vermehrt und es gibt bereits Nester, die wie Melonen oder kleine Fußbälle aussehen können. «Wir sind wieder auf dem gleichen Niveau wie 2019», betont Eddy Boland, Geschäftsführer der Firma RHS Hygiène Service mit Sitz in Erpeldange. «Vor drei Jahren gab es bereits enorm viele Wespen, und seit fast drei Wochen ist es wieder so weit. An einem einzigen Tag muss ich etwa 40 Anrufe bearbeiten. Alle unsere Techniker sind auf dem Kriegspfad. Und wir mussten sogar eine Person zur Unterstützung mitnehmen.»

Auf Terrassen, in Gartenhäusern, unter Dächern, in Rollladenkästen - Wespen nutzen jede Möglichkeit, um ihre Nester an einem kühlen Ort zu bauen. «Und sobald es einen Sonnenstrahl gibt, rufen uns die Leute an, weil sie nach draußen gehen und die Wespen dazu neigen, sie auf den Terrassen zu belästigen. Sie hindern sie dann daran, die Fenster zu öffnen, und es ist manchmal kompliziert, in Gegenwart von Wespen draußen zu essen.»

Durch den relativ trockenen Frühling haben sich die Wespen stark vermehrt und die Nester erreichen die Größe «einer Melone oder eines kleinen Fußballs.»

Durch den relativ trockenen Frühling haben sich die Wespen stark vermehrt und die Nester erreichen die Größe «einer Melone oder eines kleinen Fußballs.»

Frédéric Lambert

«Wir werden niemals ein Wespennest mitten im Wald beseitigen»

Wie sieht ein Einsatz von Eddy Bolands Team gegen Wespen aus? «Für Einsätze in der Höhe haben wir einen Spezialisten», erklärt er gleich zu Beginn. «Ansonsten werden wir normalerweise gebeten, so schnell wie möglich zu handeln. Wir können eine Frist von 24 bis 48 Stunden einhalten. Mit einem Schutzanzug injizieren wir unter Druck ein Trockenpulver in das Nest. Und ab diesem Moment dauert nur noch wenige Stunden, bis die Wespen sterben.»

Der Großteil der RHS-Einsätze findet in den Städten oder im Süden des Landes statt. «Das ist ziemlich cool, denn wir kommen immer ein bisschen als Retter daher und die Leute sind froh, uns zu sehen», freut sich Eddy Boland. «Danach erinnern wir auch daran, dass Wespen sehr nützlich sind. Wir würden nie hingehen und ein Wespennest mitten im Wald beseitigen. Wenn sie aber beispielsweise eine Gefahr für Kinder darstellen, zögern wir nicht. Wir behandeln nur die Nester, die stören. Wir machen das nicht aus Spaß.»

Frédéric Lambert
(L´essentiel/Frederic Lambert)

Deine Meinung

2 Kommentare