Eurostat-Studie: Fast jeder zehnte Einwohner musste mit einer zu kleinen Wohnung klarkommen
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Eurostat-StudieFast jeder zehnte Einwohner musste mit einer zu kleinen Wohnung klarkommen

Luxemburg – Während der Hochphase der Pandemie 2020 haben 8,5 Prozent der Einwohner Luxemburgs in einer zu kleinen Wohnung gelebt, so das Ergebnis einer Eurostat-Erhebung.

Manchmal ist es schwer, Platz in der eigenen Wohnung zu finden

Manchmal ist es schwer, Platz in der eigenen Wohnung zu finden

Mit der Corona-Pandemie hat sich das Leben mindestens zeitweise dramatisch verändert. Dazu gehörten während der Lockdowns die langen Aufenthalte in den eigenen vier Wänden – ob durch Homeoffice oder weil man ansonsten keine Möglichkeiten hatte, den Hobbys nachzugehen. Prekärer war es für diejenigen, die in einer zu kleinen Wohnung leben. Laut dem Statistikinstitut Eurostat lebten im Jahr 2020 gut 17,5 Prozent der europäischen Bevölkerung in «überbelegten» Wohnungen. Das sind Wohnungen, die nicht gleichzeitig einen Wohnraum, ein Schlafzimmer für ein Paar und ein Schlafzimmer für einen Jugendlichen über zwölf Jahren oder eines für zwei Kinder unter zwölf Jahren verfügen.

In Rumänien war die Lage am brenzligsten, da fast die Hälfte (41,5 Prozent) der Wohnungen als überbelegt galt . Danach folgen Lettland (42,5 Prozent) und Bulgarien (39,5 Prozent). Den meisten Platz in den eigenen vier Wänden hatten 2020 die Menschen in Zypern, nur 2,5 Prozent der Wohnungen waren überbelegt. Darauf folgen noch Irland (3,2 Prozent), Malta (4,2 Prozent) und die Niederlande (4,8 Prozent). In Luxemburg lebten 8,5 Prozent der Einwohner in zu kleinen Wohnungen. Annähernd ähnlich sieht es bei unseren Nachbarstaaten aus: Belgien (5,7 Prozent), Frankreich (9,8 Prozent), Deutschland (10,3 Prozent).

Wohnsituation abhängig vom Einkommen

Laut Erhebung ist die Wohnsituation abhängig vom Einkommen. So lebten im Großherzogtum 20,3 Prozent der Einwohner, die weniger als das Mittlere Einkommen erhalten, in überfüllten Wohnungen. Bei denen, die mehr verdienen, waren es lediglich sechs Prozent.

Kaum überraschend, da das Wohnungsbudget mit dem Haushaltseinkommen verknüpft ist. Bei 8,5 Prozent der Einwohner macht das Wohnungsbudget mehr als 40 Prozent des Einkommens aus. Bei dem Teil der Bevölkerung, der weniger als das Mittlere Einkommen verdient, sind es gar 34,3 Prozent. Bei den Mehrverdienern geben nur 3,1 Prozent so viel für ihre Wohnung aus.

(mc/L'essentiel)

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