Verschwiegen – FBI hat keine Ahnung, wie der iPhone-Hack ablief

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VerschwiegenFBI hat keine Ahnung, wie der iPhone-Hack ablief

Die US-Bundespolizei will Apple nicht sagen, wie ein iPhone 5C geknackt wurde. Die Begründung des FBI: Man wisse es selbst nicht.

Das FBI hat angeblich selber keine genauen Kenntnisse dazu, wie das iPhone 5C des San-Bernardino-Attentäters geknackt wurde.

Das FBI hat angeblich selber keine genauen Kenntnisse dazu, wie das iPhone 5C des San-Bernardino-Attentäters geknackt wurde.

Laurent Fievet

Mehr als 1,3 Millionen Dollar hat das FBI einem professionellen Hacker bezahlt, um das iPhone 5C zu knacken, das der Attentäter von San Bernardino vor seinem Tod genutzt hatte. Vergangene Woche ließ FBI-Direktor James Comey verlauten, dass es das Geld wert gewesen sei. Was die Ermittler dabei gefunden haben, wurde nicht kommuniziert.

Um die Sicherheit seiner Kunden gewährleisten zu können, will Apple natürlich unbedingt erfahren, wie das iPhone geknackt wurde. Das FBI will dem Unternehmen jedoch nichts sagen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das Gerät sei von einer externen Stelle entsperrt worden, die technischen Details zur angewendeten Methode seien nicht Teil des Deals gewesen, sagte eine FBI-Sprecherin gegenüber dem Sender CNN.

Gremium entscheidet

Im Normalfall entscheidet ein Gremium der US-Regierung im Rahmen des sogenannten Vulnerability Equities Process, ob solche Schwachstellen von Produkten an Hersteller weitergegeben oder geheim gehalten werden. Im aktuellen Fall habe man jedoch nicht genügend technische Details, um Apple darüber zu informieren, so die FBI-Sprecherin.

Im Rahmen des Vulnerability Equities Process hatte das FBI Mitte April aber zwei andere Lücken mit Apple geteilt. Dabei ging es laut Apple um ältere Schwachstellen, die mit den aktuellen Software-Versionen (iOS 9 und OS X El Capitan) seit einem halben Jahr geschlossen seien.

(L'essentiel/tob)

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