US Open – Federer kämpft gegen Teenager über fünf Sätze

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US OpenFederer kämpft gegen Teenager über fünf Sätze

Roger Federer qualifiziert sich beim US Open mit viel Mühe für die 2. Runde. Der Schweizer setzt sich gegen den US-Amerikaner Frances Tiafoe mit 4:6, 6:2, 6:1, 1:6, 6:4 durch.

Nach der kurzen Auszeit wegen der in Montreal aufgetretenen Rückenbeschwerden stand Federer gegen Tiafoe unter besonderer Beobachtung. Alle Zweifel an seinem Fitnessstand konnte der fünffache US-Open-Sieger bei seinem ersten Einsatz unter dem geschlossenen Dach des Arthur-Ashe-Stadions nicht beseitigen. Vor den über 23.000 Zuschauern schien er zumindest phasenweise gehemmt. Er bewegt sich weniger gut, als man sich das in diesem Jahr von ihm gewohnt ist.

Die ersten Minuten des Matches misslangen Federer komplett. Er kassierte gleich im ersten Game nach drei unerzwungenen Rückhand-Fehlern das entscheidende Break. Tiafoe hat dann seine beste Phase, zeigte seine Qualitäten von der Grundlinie mit der wuchtigen Vorhand und fügte Federer den ersten Satzverlust bei einem Erstrunden-Match in New York seit 2003 bei. Die Unbekümmertheit ging dann beim Teenager mit Wurzeln in der Sierra Leone verloren.

Federer ab 2. Satz beweglicher

Federer kam im Verlauf des zweiten Satzes besser auf, wirkte beweglicher und war offensiver. Tiafoe leistete mit zahlreichen Fehlern seinen Beitrag dazu, dass der Weltranglistendritte ohne größere Probleme wieder in die Spur kam. Alles deutete darauf hin, dass er zu einem letztlich doch relativ problemlosen Viersatzsieg marschieren würde.

Doch wie fragil Federer an diesem Abend war, zeigte sich in den letzten beiden Durchgängen, dem vierten, den er in 24 Minuten und nach 13 unerzwungenen Fehlern und nur vier Gewinnschlägen verlor. Aber auch im fünften, als er den Außenseiter nochmals heranlassen musste, als er bei 5:3 zum Match aufschlug.

Schließlich kämpfte er sich wenige Minuten doch noch zum Sieg und verhinderte die erste Erstrunden-Niederlage bei einem Major seit dem French Open 2003. In der 2. Runde trifft er am Donnerstag entweder auf den Russen Michail Juschni (ATP 101) oder den Slowenen Blaz Kavcic (ATP 88).

(L'essentiel/chk/sda)

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