Digitalisierung – Fedil fordert Steuer-Lösungen für Grenzgänger
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DigitalisierungFedil fordert Steuer-Lösungen für Grenzgänger

LUXEMBURG – Die Regierung will die Arbeit von Zuhause fördern – aber wie wirkt sich das bei Grenzgängern aus? Der Arbeitnehmerverband Fedil fordert Lösungen.

Fedil-Chef René Winkin blickt in die Zukunft.

Fedil-Chef René Winkin blickt in die Zukunft.

Editpress/Sdidier

Die Fedil hat auf ihrer Generalversammlung am Dienstag das Jahr 2016 bilanziert und eine Zukunftsprognose gewagt. René Winkin, Direktor des Arbeitgeberverbands, erwähnte erneut die Fortschritte im Steuerbereich mit Senkung der globalen Unternehmenssteuer – forderte jedoch eine erneute Senkung, «um die Waage zu halten, falls die neuen internationalen Regeln es erfordern, die Steuerbasis zu vergrößern». Was die Organisation der Arbeitszeit angeht, betont die Fedil, dass die Möglichkeit einer Erweiterung der Referenzperiode, die das neue Gesetz bietet, momentan nur selten von den Unternehmen angewandt wird.

Die Fedil hat auch einen Blick auf die Rifkin-Studie geworfen und stellt fest, dass es jetzt daran sei, die Ideen in ein finales Dossier zu gießen und «Prioritäten festzulegen». Die Fedil sieht vor allem Möglichkeiten im technologischen Wandel und der Energiewende. «Wir müssen herausfinden, wie wir die Ergebnisse öffentlicher Forschung in der Industrie nutzen und Brücken zwischen den beiden Universen bauen», sagt Winkin.

In einer mehr und mehr digitalisierten Wirtschaft soll zudem die Arbeit von Zuhause (Home Office) weiter entwickelt werden. Es gäbe jedoch noch immer Barrieren für Grenzgänger in Sachen Besteuerung und Sozialversicherung. «Was die Sozialversicherung angeht, könnte auf europäischer Ebene eine Lösung gefunden werden. Aber bei der Besteuerung muss die Regierung mit jedem Nachbarland einzeln Lösungen aushandeln, damit es keine Verlierer gibt», sagt Winkin.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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